Jahrgang 
59 (1956) / N.S. 10
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C: der Ablauf der Gailtaler Hochzeit( Ziljska ohcet), mit Lied-texten, Tanzweisen und Trachtenbildern. Im wesentlichen handelt essich in diesem wie im folgenden Hefte um Beschreibungen nach Eigen-aufnahmen und vorhandener Literatur.

2. Tri obredja iz Bele Krajine Drei Brauchtumsfeiern Glossar ::: zum Glossareintrag  Brauchtumsfeiern aus Weiß-krain. Laibach 1936, 97 Seiten, 14 Bilder.

In diesem Hefte geht Marolt über die bloße Beschreibung hinausund untersucht vor allem im Zusammenhang mit den entsprechendenBräuchen der übrigen slawischen Völker A: den Grünen Georg( Zeleni Jurij), also das Umführen des Grünmaskierten zu Frühlings-beginn mit Heischeliedern und-sprüchen, wobei an Literatur imwesentlichen Afanasjev, Mannhardt und Frazer heran-gezogen werden, B: den Möttlinger Reigen"( Metliško kolo),den abendlichen Ostermontag- Reigentanz bei der Martinskirche aufer-halb des Ortes, wie er gelegentlich am Weißen Sonntag wiederholtwird. C: eine Gruppe von Tanzspielen mit überlieferten festenTexten und Weisen: das ungeheuer weitverbreitete Brücken-spiel( most). Zu diesem Brückenspiel" nahm Marolt ein Sonder-kapitel Mitos o mostu"( Der Mythos von der Brücke) von Boris Orelin den Text( S. 74-91), das den Brauch in ganz Europa verfolgt undwichtige Beschreibungen( Geiler von Kaisersberg, J. Fischart, J. Grimm,W. Valvasor) dieses und verwandter Bräuche zusammenstellt.( Vgl. vonBoris Orel die vorläufige Studie über das Brückenspiel: Al pejte,pejte trikrat skuz, zdignite got visok roké Nun singet, singet drei-mal durch und bebet hoch die Hände"] in der Vodnikova pratikaKalender] auf das Jahr 1943, Laibach 1942, S. 41-48.) Weitere Weiß-krainer Tanzspiele im 2. Hefte sind das ,, Sieb( Rešetka), mit Dialog-liedern, die Robčeci, ein Fangspiel im Reigen, den Hahnen-kampf( Kurji boj), wo kräftige Burschen je einen leichteren Kame-raden auf den Schultern tragen, der die Aufgabe hat, seinen Gegnervon dessen Träger herunter zu stoßen, und den Turmbau"( turn), wo.wieder Burschen auf den Schultern ihrer Kameraden stehend bis zurStadt getragen werden müssen. Einige von diesen Spielen beschriebJoh. Vipauz schon 1839( Zeitschrift Carniola 1839, Die Ostern inMöttling).

Die weiteren Hefte( 3 und 4) wurden aus dem Nachlasse des ver-storbenen Institutsleiters von seinen Mitarbeiterinnen Karla Vuk undZmaga Ku mer 1954 veröffentlicht:

3. Gibno- zvočni obraz Slovencev Die Eigenart der Slowenen, ge-schen in ihren musikalisch- tänzerischen Ausdrucksformen.

Was in den früheren Heften an Brauchtumsbeschreibungen Glossar ::: zum Glossareintrag  Brauchtumsbeschreibungen ausWeißkrain und dem Gailtale gegeben wurde, das suchte Marolt 1951,vermehrt um die Bewegungsformen der Koranti, der Faschingsmasken-träger aus dem untersteirischen Draugebiete, zu einem Vortrage überdie musikalisch- choreographische Physiognomie des Slowenen auszu-arbeiten, der anläßlich der slowenischen Brauchtumsvorführungen Glossar ::: zum Glossareintrag  Brauchtumsvorführungen aufdem Festival des International Folk Music Council im September 1951gehalten werden hätte sollen( vgl. OZV VI, 1952, 63). Wie die auffallendreiche Mundartaufgliederung des kleinen Slowenenvolkes, so zeigenauch seine tänzerischen Bewegungsformen tiefgreifende Unterschiedebei den alpinen Oberkrainern, den Hügelländern und den pannonischenSlowenen. Die phonetischen Charakteristiken sind nach dem Laibach-Slawisten Fr. Ramovš gegeben. Mehrstimmige Lieder und Bilder vonTänzen und Volksmusikinstrumenten( Hirtenflöten, Schalmeien( cošti-

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