Josef Ringler, Zillertaler Bauernmöbel.( Zeitschrift: Tyrol. Natur,Kunst, Volk, Leben. Nr. 5, Innsbruck 1952, S. 7 ff.)
Der Direktor des Tiroler Volkskunstmuseums hat als hervor-ragender Kenner und Erforscher des alten bäuerlichen Möbels seinesLandes bereits eine Reihe maßgebender Arbeiten darüber veröffentlicht.Eine erste Zusammenfassung Tiroler Bauernmöbel" erschien in deralten Folge der gleichen Zeitschrift„ Tirol. Natur, Kunst, Volk, Leben“( Innsbruck 1929), in deren neuer Folge nunmehr diese gehaltvolle Studieüber die Möbel des Zillertals erscheint. Vier prachtvolle Farbbilder vonKasten- und Truhenfüllungen illustrieren zusammen mit sieben.Schwarzweißbildern diese instruktive Einführung, die wir aber gern inder Art von Ringlers ausgezeichneter Monographie über die Branden-berger Gruppe der Tiroler Möbel( Volk und Heimat. Festschrift fürViktor von Geramb, Graz 1949, S. 115 ff.) ausgeführt sehen würden.
Im Anschluß daran sei aufmerksam gemacht, daß Ringler in dergleichen Zeitschrift( Tyrol, Nr. 1, 1951, S. 5 ff., und Nr. 2, S. 40 ff.) einenschönen Artikel über„ Tiroler Trachten" vorgelegt hat, der gleichfallsmit ausgezeichnetem, reichen Bildermaterial ausgestattet ist. Die Hefteenthalten auch einige andere volkskundliche Beiträge, so Nr. 1. S. 31 ff.:Ludwig Knapp. Winterliches Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtum in Tirol, und Nr. 2. S. 62 ff.:Emil Erler. Ländliche Bauten in Tirol, mit sehr guten Aufnahmenunserer Kollegen Erika Hubatschek und Herbert Pöttler. Nr. 5. S. 41 ff.enthält außerdem die wichtige Studie von Josef Ringler über TirolerKachelöfen.Leopold Schmidt.
P. Virgil Wass. O. M. Cap., Bernhard Schneitter von Inzing. Eingroßer Krippenbauer. 36 Seiten. Innsbruck 1955, Verlag FelizianRauch. S 5,40.
Ein Beitrag zur Krippenkunde der Gegenwart: Skizzen aus demLeben eines bäuerlichen tiroler Krippenbauers, der fünfzig Krippen-berge im Leben aufgestellt hat. Das alles im Rahmen des Vereinslebensder Krippenfreunde, also einer typischen Organisationsform des katho-lischen Volkslebens im Stil des 19. Jahrhunderts. Die Kenntnis dieseralpenländischen Menschen des Festlebens( Schneitter war Mitglied derFeuerwehr, der Musikbande, der Chorsänger, des Inzinger Quartettsund Volkstheaters, vor allem begeisterter Mitwirkender beim Passions-spiel!) erklärt vieles und vermittelt geradezu ein Kapitel Stammes-kunde.Leopold Schmidt.
Rheinisches Jahrbuch für Volkskunde, Bd. II. Bonn 1951, Ferd. Dümm-lers Verlag. 220 Seiten. DM 9,80.
Der von K. Meisen geforderten Vielseitigkeit in der Forschungentspricht auch der II. Jahrgang. K. Tackenberg( Der älteste Haus-bau Norddeutschlands und die Ingwäonenfrage) versucht, von der Haus-forschung her in das Zwielicht der westgermanischen Stammeskundehinein zu leuchten. Er setzt sich dabei mit B. Schier auseinander, derniedersächsische und ingwäonische"( friesisch- kimbrisch- schleswig- hol-steinische) Bauformen trennt und als relativ alt beurteilt. ferner mitE. Grohne, der seinerseits wieder auf Grund von Wurtenunter-suchungen im Bremer Gebiet erst im 14. Jahrhundert die geläufigeForm des Niedersachsenhauses entstanden sein lassen will. Gegen denwieder hatte sich S. Lehmann auf Grund holländischer Ausgrabungengewendet und war wegen der dort ausgegrabenen Reste dreischiffiger
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