Jahrgang 
51 (1948) / N.S. 2
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Grimm 142). Nr. 42. Der Hund, der den als Bärenhäuter zurückkehrendenGatten erkennt, hat sein altes Gegenstück in dem Hunde Argos desOdysseus( Odyssee 17, 290). Nr. 48. In diesem Märchen gibt es zweigegensätzliche Wundervögel, Amseln. So wie der Held das schiache Roẞund das häßliche Mädchen nehmen muß( Nr. 22), so hier die alte, schiacheAmsel, die wie eine alte Henne ausschaut, der die Federn wegstehn, undnicht die junge, schöne. Nr. 53. Durch unrichtige Einleitung gerät das Mär-chen vom Tierbräutigam in völlige Unordnung. Nicht die Tochter mußeine singende Rose bringen; diese Aufgabe fällt dem auf Reisen gehendenVater zu, welcher der jüngsten Tochter das Gewünschte mitzubringen ver-spricht( so in Nr. 57). Der Entartung entspricht es auch, daß die Königs-tochter am Schlusse statt des entwandelten Mannes viele Kostbarkeitenerhält und steinreich wird. Das sind Züge, die dem richtigen Märchendurchaus fehlen. Nr. 55. Das Märchen vom Tierbräutigam ist sehr guterzählt, aber Einebnung und Motivschwund lassen bereits die Einwirkungeiner literarischen Schicht erkennen. Nr. 56. Bei diesem Märchen vomPommeranzenfräulein( Bolte- Polivka 2, 125, Anmkg. 2) fehlt die so unge-mein anschauliche und bildhafte Szene vom ,, Mädchen im Baume" mit demSpiegelbilde des schönen Mädchens im Brunnen, das von der schwarzenGegenspielerin erblickt wird. Nr. 59. Statt drei Proben gibt es nur eineund die Entwandlung der Kröte erfolgt in der Sakristei, wo sie in dasbereitgestellte Brautkleid hineinspringt. Nr. 65. Zu 12 Rossen kommt nochdas zwiespältige Roß mit dem goldenen Hinterteil dazu, auf dem derJunge nach Erlegung der drei Riesen davonreitet. Nr. 66. Der mit einemgoldenen Bocke bespannte goldene Wagen bringt das Kind wie sonst dasbesondere Roß oder der besondere Vogel aus der Außenwelt in dieBinnenwelt.

2. Märchenbruchstücke. Nr. 21 beschränkt sich auf die Mo-tivgruppe von der Erkundung des Lebenssitzes( Bolte- Polivka 3, 434 ff. zuGrimm 197). Nr. 45 begnügt sich mit der Entlarvung der unheilvollenZwiespältigen durch Rätsel, die merkwürdigerweise sie selbst stellt. Beimdritten Rätsel, das sie selbst betrifft, entweicht sie durch das Fenster.

3. Märchenhafte Erzählungen. Nr. 1( Zaubergeige), 8( DreiDosen als Geschenk der Schicksalsgestalt), 20, 26, 40( aus verschiedenenMärchenmotiven notdürftig zusammengetragen), 46( Erfüllung einesSchicksalsspruches trotz allen Gegenmaßnahmen. Der Student wird Papstund der Vater naht ihm auf den Knien. Der Sohn ist ein Neunfinger"),50( miẞlungene Erlösung von drei Jungfrauen Glossar ::: zum Glossareintrag  Jungfrauen in der Außenwelt), 60( Kunst-produkt mit dürftigem Märchenanstrich), 61( Notwendigkeit des Salzes,König Lear).

4. Lügen märchen. Nr. 12. Die Lügenmärchen bringen oft alteLeitgestalten in humorvoller, grotesker Verzerrung. Das mit Lebenswassererfüllte Flügelroß des Märchens ist hier ein mit Bier berauschter Gaul, dermit Gänsefett eingerieben wird, dem Gänsefedern wachsen und der, alsWildgänse vorbeifliegen, mitsamt der Egge davonfliegt. Nr. 67 ist wenigwitzig, unvollständig und matt am Schluß.

5. Kettenmärchen. Nr. 11. Dem Mauserl wird vom Katzerl derSchwanz abgebissen. Um diesen zurückzuerhalten, muß es Käse holen usw.und fällt schließlich in das siedende Schmalz( Bolte- Polivka 2, 107).

6. Geschichten vom geprellten Teufel: Nr. 15, 18.7. Gespenstererzählungen.. Nr. 14( Von einem, der dasFürchten lernen will). 68( ein Totenkopf wird aus dem Beinhaus geholt).8. Schwänke. Nr. 2( Bruder Lustig, Grimm 81), 19( Warum Petrusglatzköpfig ist?), 31( so wie 2), 39( Der Dumme redet die ihm Begegnenden

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