wünscht. Aber immerhin, die Mitglieder der„ Gesellschaft der Freunde Guten-steins" können mit dem aparten Band sehr zufrieden sein.
Leopold Schmidt
HILTIGUND SCHREIBER, Schmuckelemente
der Volkskunst.Volkstümliche Malerei auf Holz. Kleister- und Kasein- Technik.Unter Mitarbeit von Konsulent Schulrat Rudolf Moser. 68 Seiten, mit43 Abb. zum Teil in Farben. Ried im Innkreis( 1979), OberösterreichischerLandesverlag. S 120,-.
Es ist an sich nicht Aufgabe dieser Zeitschrift, auf Veröffentlichungen aus demGebiet der Heimatpflege hinzuweisen. Aber Frau Dr. Schreiber, die ungemein er-fahrene Restauratorin und Möbelmalerin, hat hier nicht nur ein sehr gediegenesFachbüchlein vorgelegt, das auch den Möbelrestauratoren unserer Museen zugutekommen wird, sondern zur Bebilderung Aufnahmen von Rudolf Moser bei-gegeben, die für jeden Kenner und Sammler des bemalten Möbels in Oberösterreichvon Bedeutung sind. Max Kislinger hat die knappe Vorwürdigung beigestellt, dieverständnisvoll- künstlerisch vom ,, Geheimnis der Unsterblichkeit der Volkskunst"spricht. Für die Sammler und Verfasser bedeutet jedenfalls diese barocke Möbel-Volkskunst ein wichtiges Stück des Gesamtgebietes, und dementsprechend stellensie es vom Anfang, von den schablonierten Truhen des 17. Jahrhunderts, bis zu denspätesten ,, Vogelkasten" aus der Zeit um 1840 in ausgewählten Proben dar. Die be-kannten Motive, vor allem florale, aber auch wenige figurale, erschließen die Blüte-zeit der Möbelmalerei in Oberösterreich beispielhaft.
Leopold Schmidt
KARL JULIUS SCHRÖER
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KARL EUGEN FÜRST, Das OberufererChristgeburtspiel. Original- Aufzeichnung einer Inszenierung aus demJahre 1926. Mit Beiträgen über das„, Paradeisspiel, Schuster- und Schneider-spiel, Beurlaubungslied, den Teufel- Spruch, die Rätselfragen und die Comedia1693“. München 1977, 170 S., zahlr. Nobenbeispiele, Szenenphotos, Skizzen.DIESELBEN, Das Oberuferer Paradeisspel. Original- Aufzeichnungeiner Inszenierung aus dem Jahre 1926. 35 S., Liedweise, Bildskizzen.Für beide Hefte: Auslieferung, München 40, Uni- Druck, Amalienstraße.Die Oberuferer Spiele erweisen sich als erstaunlich langlebiges Phänomen derVolksschauspieltradition und der Forschung über sie. Waren sie einst Teil desgeistigen Fluchtgepäckes der in der Gegenreformation aus Salzburg oder aus deninnerösterreichischen Landen vertriebenen Protestanten- Bekenner, die in derheutigen Slowakei, nahe bei Preẞburg, in fremdnationaler und fremdkonfessionellerUmgebung sich niederließen, so wurden sie nach dem Zweiten Weltkriege wiederaus dem ländlich- dörflichen Brauchtumsspiel Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtumsspiel- Umkreis gerissen, in den deutschenWesten mitgenommen. Da aber war man sich in der Forschung schon seitK. J. Schröer( 1825-1900) des Besonderen dieses Spielerbes bewußt. Man magdas bei Leopold Schmidt in verschiedenen Einzelstudien, zuletzt im Handbuch,, Das deutsche Volksschauspiel", Berlin 1962, nachlesen( Register s.v. Oberufer).
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