Jahrgang 
83 (1980) / N.S. 34
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alte Speise. Brot einst kostbar, das Seltene verbessert. Mit Läutrachsehr schmackhaft! 53)

Die Vermutung liegt nahe, daß feinere Gebäcke in Reinen dar-auf zurückgehen, wie der, Kärntner Reinling"; was allerdings nochgenauer zu prüfen wäre.

8. Hefeteige

( Hefe= Germ)

a) Gebäcke in Reinen= Reinling

Germbrote und-kuchen

Die Brotnudel ablösend als das Festgebäck in Kärnten, teils oberemMurtal, frühere Belege Salzburg,

b) In hutartig hohen Formen als Schober in Nordweststeiermark,weit ins Oberösterreichische hinein,

c) In Form mit Mittelzapfen( Gugelhupf) allgemein sich verbrei-tend, oft auch unter alten Namen.

Germbrote, Germkuchen, meist auf Backblech gebacken, können,wie gefüllt gerollte Germstrudel oder die festlichen, Mohn oder Nuẞ ge-füllten Putitzen hier nicht mehr aufgeschlüsselt werden. Bezüglich derGebildbrote sei vorerst auf die Arbeiten von E. Burgstaller ver-wiesen54).

9. Kleingebäcke aus Hefe-, Mürb- und BackpulverteigenKlein- und Feingebäck

Hefe- und Backpulver- Erfindung haben mit Feinstmehlen undZucker und weiteren Bedingungen zur Wiener Mehlspeisküche eineUnzahl neuer Bäckereien, Kuchen, Fein- und Kleingebäcke, Lecke-reien gebracht, wenn auch großteils auf alten fuẞend.

Die Rezepte dazu sind in Kochbüchern, Zeitschriften, Literaturund Fachbüchern schriftlich niedergelegt und so noch lange greifbar.Hier harren viele Aufgaben für Jüngere die meine endet.

53) Magda wie 42) S. 196 f.; Volkstümliche Nahrungsweise im Paznaun- undÖtztal, Diss. Innsbruck 1963.

54) E. Burgstaller, Festtagsgebäcke, Karten und Text im Öst. VK- Atlas,Linz, 1959; Brauchtumsgebäcke Glossar ::: zum Glossareintrag  Brauchtumsgebäcke u. Weihnachtsspeisen, 1957; Allerseelenbrot1970.

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