S. 127–163, 10 Zeichn.); Hans Werner Bouẞka( Holzbearbeitung, Eine technologi-sche Untersuchung; S. 165-185, 65 Zeichn.); Gerhard Hanich( Haus und Hof;S. 187-202, 14 Zeichn., 6 Fotos); Vladimira Bouẞka( Inneneinrichtung und Möbel;S. 203-224, 144 Zeichn., 14 Fotos); Franz J. Grieshofer( Vom Essen und Trinken inNestelberg, Eine strukturell- funktionelle Analyse; S. 225-271, 13 Zeichn., 5 Tab., 2Diagr.).
Wegen ihres beachtlichen Umfangs und ihrer ansehnlichen Materialfülle ist es andieser Stelle nicht möglich, die einzelnen Aufsätze in wenigen Zeilen hinreichend zuwürdigen. Insgesamt gilt jedoch, daß die Sachkultur mit Haus und Hof, Einrichtung undMöbel, Arbeit und Gerät sowie dem Nahrungswesen fast vollständig vertreten ist( abgesehen von der in einem kurzen Abschnitt behandelten Kleidung der Holzknechtefehlt eigentlich nur die Tracht), während andere Bereiche( z. B. Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtum undVolksleben) ganz fehlen. Ausführlich dargestellt werden die handwerklichen undbäuerlichen Arbeitsgeräte und Arbeitsvorgänge der Wald-( Holzbearbeitung) undLandwirtschaft( Bodenbearbeitung, Ernte), zum Teil auch der Hauswirtschaft( Textilwe-sen, Kochen, Küche), außerdem deren Neuerungen( Innovationen) und der damitverbundene sprachliche Wandel. Sehr hilfreich sind die vielen Übersichten und die fast300(!) vorzüglichen Abbildungen. Rundum eine Arbeit, die ortsmonographisch zwarnicht erschöpfend, aber in ihrer gekonnten Auswahl keinen Wunsch offenläßt, indem siehauptsächlich dem Ergologen Vergleichsmaterial in Wort und Bild zur Verfügung stellt!Helmut Sperber
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Helmut Prasch, Handwerks- Museum im Paternschloß UnterhausGemeinde Baldramsdorf. Katalog. In Zusammenarb. mit Josef Baum-gartner. Mit Geleitw. v. Karl Posch, Hans Hatz, Franz Jamnig, MichaelTaurer und Ferdinand Penker. Hrsg. v. ,, Helfer der Ortenburg" e. V.. O. O.( Spittal an der Drau) 1979. 86( unpag.) S., 590 Abb., davon 474 auf 24 Taf.,ÖS 50,-.
Wenn ein Begleitheft zu einer ständigen Museumsausstellung( ein Museumskata-log im engeren Sinne ist die neueste Schrift aus dem Bezirksheimatmuseum Spittal nicht)auf fast 100 Seiten knapp 600(!) Abbildungen hat, ist es fast eine Katastrophe, wenn dieersteren nicht paginiert, die letzteren nicht numeriert sind. Wie soll man hier eigentlichzitieren? Der„, Katalog“ des rührigen, weit über die Grenzen seines Kärntner Landeshinaus bekannten Heimatmuseums ist zu wichtig, als daß man auf diese selbstverständli-chen redaktionellen Angaben einfach verzichten könnte. Behandelt er doch( nebeneinigen Beiträgen von nur lokaler und interner Bedeutung) nicht weniger als 27Handwerks- und andere Berufe mit ihren Werkzeugen und Geräten, wovon besondersdie älteren von Interesse sind: Huf- und Wagenschmied, Schlosser, Wagner undDrechsler, Sattler, Zimmermann, Weber, Buchdrucker und-binder, Schuster, Schreiner,Faẞbinder, Lebzelter, Bader und Barbier, Uhrmacher, Hutmacher, Gerber, Maurer,Apotheker, Schneider, Maler, Hafner. Die Werkzeuge und Geräte sind mit 78Randabbildungen, der Mensch bei der Arbeit ist mit 19 Bildern aus alter und neuer Zeit,darunter dem längst ausgestorbenen und vergessenen Beruf des Rastelbinders( ,, Klamp-ferer" ,,, Gatzelmacher", Kesselflicker), illustriert. Dazu kommen 474 Abbildungen auseinem alten Werkzeugkatalog der Firma Weiß& Sohn in Wien mit Werkzeugen fürSchreiner, Zimmerer, Holzarbeiter, Wagner, Schäffler, Sesselflechter, Zündhölzchenma-
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