offenen Grabe üblichen Gebetsformel: Bog da prosti!
== Gott möge( dem Toten seine Sünden) verzeihen!“. Hier ersetzte eben das ge-deckte Tischchen vor dem Kirchenportal als dem einzigen Eingangzur Liturgie und den anderen Brauchtumsriten Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtumsriten am Konkurstage( sabor) das in der Heimat nicht vorhandene ,, Grab als Tisch“.
Ähnlich bei einem sabor wiederum zu Kalenić am 6. September1981. Weibliche Hinterbliebene mehrerer in der Fremde Verstorbe-ner, als Gastarbeiter tödlich Verunglückter, dort auch Begrabener,Mütter, Frauen, Schwestern oder Töchter hatten schon während derHauptliturgie ein ihr stark verbundenes Totenritual innerhalb derKirche erfüllt. Auf kleinen Tellern hatten sie Süßspeise, Kuchen ausGraupen, Reis, Honig, Rosinen und anderen, in Milch gekochtenKörnerfrüchten, wie wir sie vielfach als Kultspeisen im Typus derPanspermie, bei den Neugriechen etwa als xóλλußov, im Toten-gedenken als Пooooooά kennen, zusammen mit brennenden brau-nen Wachskerzchen hereingetragen. Es sind dies die proskurice( aus dem griech. Пooooooά), wie sie ansonsten an den eigent-lichen Totenfesten im Kirchenjahr gegeben werden. Aber sie hattenauch Brotstücke, Zuckerwerk und Getränkeflaschen in die Kirchegetragen und auf einem dort schon vorbereiteten Tisch an derlinken Seite der Bilderwand( ikonostas) vor der linken, in den Raumder Proskomidie, der„, Vorbereitung der heiligen Gaben“ führendenTür abgestellt. Dort war bereits eine einfache, verglaste Papier- Farb-druck- Ikone der„ Madonna der Schmerzen“( Пavaɣía tõν лáðwv)an die Wand gelehnt. Wir kennen sie als das Werk des KreterMalers Andreas Rizos( A. Rizzo) von 1495 mit der einfach unüber-schaubaren Fülle von Kopien aller Techniken, zunächst nach dem,, Urbild" in San Alfonso zu Rom und darnach als Mater de perpetuosuccursu im gesamten lateinisch- katholischen Westen. 22) Gleichwohlist sie auch dort in ihrem der maniera greca zugehörigen Stil derKreta- Schule unverändert übernommen wie sonst eigentlich nur das1453 aus Konstantinopel„ geflüchtete“ Ikonenbild der‘ Odnyntoía,der Hodigitria- ,, Weggeleiterin“.
Vor diese Ikone und den Gabentisch tritt der zelebrierende Popean einem ganz bestimmten Punkt der Meß- Liturgie, der wie bei denKatholiken zwischen Wandlung und Kommunion gelegen der Toten-memoria gewidmet ist. Im Zuge der bei den Orthodoxen immer nochso vielen vorgesehenen, vorgeschriebenen Beweihräucherungen, derincensio mit dem turibulum( kadionica) nimmt er auch eines dieserTischchen mit den Totengedenk- Speisen vor und liest dazu ein langes
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