Jahrgang 
88 (1985) / N.S. 39
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nicht zur, beabsichtigten Einrichtung, aber er ist doch so prak-tisch, selbst wenn es ein Pingpong- oder Gartentisch im Winter-quartier ist. Interessenten findet er immer.

Dazu kommt noch: Der normale Großstadt- oder Ortskern- oderVerkehrsstraßenanrainer- Aufenthalt ist eigentlich kein Wohnenmehr. Das geht schon daraus hervor, daß man allüberall Wohn-gebiete und Wohnstraßen schaffen will oder doch richtigfände. Dadurch wird automatisch jede Nicht- Wohnstraße zurVegetier- oder Krepierstraße. Radio, Fernsehen, Maschinen len-ken vom Außenlärm bis zu einem gewissen Grad ab. Wer die Mittelund Möglichkeiten hat, verlegt, bewußt oder unbewußt, mancheDetails angestammten, Wohnens an die Peripherie: Etwa Spie-len, Basteln, Geselligkeit, vor allem aber jede Art schöpferischerArbeit wandern an den Tisch des Zweitheims, des Neben-, Keller-,Hobbyraumes.

Der Vielzwecktisch in der landesüblichen Wohnstube oderWohnküche ist nicht eigentlich veraltet, ist dort, wo er verschwin-det, nicht jedem entbehrlich. Oft allerdings kann er seine Funktionim ,, Underground" eher erfüllen als im modern geplanten Fami-lienwohnraum. Die Sitzgewohnheiten derjenigen Bewohner derdritten Welt Glossar ::: zum Glossareintrag  Welt, die so gut wie jede Arbeit auf dem Boden ausübenkönnen, haben wir ja nicht angenommen. Im Fauteuil halbliegend- so kreislaufschonend diese Stellung bei entsprechender Gewöh-nung und einiger Körperlänge ist- läßt sich wenig Schöpferischestun. Daher hält sich der aus den Konzepten vieler Designer ver-schwundene stabile Allzwecktisch in den inoffiziellen RefugienTätiger.

Ein paar Zahlen

Ich miẞtraue zwar nicht unbedingt statistischen Erhebungen ansich, wohl aber den aus statistischem Material gewonnenen Rück-schlüssen. Volks- und völkerkundliche, psychologische und biolo-gische Vorgänge sind vielschichtiger als kurz beantwortete Fragenes sein können. Wachsen, Werden, Wandeln, Harmonieren, Tra-dieren, Integrieren, Eliminieren sind, wie die damit engagiert Be-schäftigten gut wissen, Prozesse, die der Schilderung, weniger derErhebung bedürfen. Ein bißchen, sage ich immer, ist es so wie mitden Kürnoten beim Eislaufen, der Haltungsbeurteilung der Ski-springer oder der Qualifikation bei der Dressurreiterei und der Be-urteilung bei Tierausstellungen: Das zahlenmäßig Ausdrückbare istnicht( wie etwa bei einem Zeitrennen!) das Wesentliche; es führt

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