Literatur der Volkskunde
Niko Kuret, Slovensko Štajersko pred marčno revolucijo 1848. Topo-grafski podatki po odgovorih na vprašalnice Nadvode Janeza( 1818) in GeorgaGötha( 1842).( Die slowenische Steiermark vor der März- Revolution 1848. Topo-graphische Angaben nach den Antworten auf die Fragebogen des ErzherzogsJohann[ 1818] und Georg Göth[ 1842]). Slovenska Akademija znanosti inumetnosti- Academia scientiarum et artium slovenica/ Razred za filološke inliterarne vede- Classis II: philologia et litterae./Gradivo za narodopisje Slovencev- Materialia ad ethnographiam Slovenorum spectantia. I. Teil, 1. Heft, Ljubljana1985, 112 Seiten.
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Ein erstes Heft einer auf zehn Hefte geplanten Reihe der Herausgabe, Überset-zung ins Slowenische und Aufbereitung durch Materialanalyse jener„ Fragebogen"zur großen Landesaufnahme über Anregung und Einleitung des Erzherzogs Johannvon Österreich( 1782-1859), die unter dem Namen„ Göthsche Serie“ in der Volks-kunde und in der steirischen Landesgeschichte geht, ist hier für den 1919 an denneugebildeten SHS-( Slowenen- Kroaten- Serben-) Staat Jugoslawien, dzt. ProvinzŠtajersko( historische Untersteiermark) der Teilrepublik Slowenien, gegeben. Dieriesigen Archivalien, gelagert am Steiermärkischen Landesarchiv zu Graz, ausgezo-gen und verzettelt für die darin für die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts in reichemMaße gegebenen Volkskunde- Daten und zum Teil ausführlichen Beschreibungeneiner umfassend geplanten Landesaufnahme, wurden über Erzherzog Johanns Auf-trag von seinem Sekretär Prof. Dr. Georg Göth( 1803–1873)( ein sehr gutes Porträthier S. 15) verwaltet, weitergeführt, immer neu eingemahnt an die obrigkeitlichenStellen der ganzen damaligen Steiermark nach den Erstaussendungen des Erzher-zogs( 1811) und den Göthschen( 1842) bis zur Umfrage des„ Historischen Vereinsfür Steiermark"( 1845), der nicht über die amtlichen Stellen, sondern über die Pfarr-ämter erging.
Die Materialien dieser Fragebogen kamen sehr unterschiedlich im ganzen Lande,trotz vieler Mahnungen des Erzherzogs und seines Sekretärs G. Göth, ein. Sie brach-ten aber in jener Aufbruchsmentalität der Spätaufklärung des„, konservativ- progres-siven" Erzherzogs in seiner unendlich liebevollen Fürsorge für die sehr gegenüberanderen Ostalpen- Kronländern zurückgebliebene Steiermark Erstaunliches zutage.Und dennoch sind diese( freilich etwa für die heutigen Generationen der jungenHistoriker und Volkskundler nur noch schwer lesbaren) Antworten für die Steier-mark insgesamt und für ihren slowenischen Anteil in der zweisprachigen Unter-
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