Die Hohenemser Fasnachtsgesellschaft
von 1760
Ein Beitrag zur historischen Vorarlberger Fasnacht
Von Karl Heinz Burmeister
Eine Bestandsaufnahme des aktuellen und des historischen Vor-arlberger Fasnachtsbrauchtums Glossar ::: zum Glossareintrag Fasnachtsbrauchtums wurde unlängst von Klaus Beitl¹und von Karl Heinz Burmeister veröffentlicht². Diese beiden Bei-träge wurden in der Folge ergänzt durch den tausendjährigen Nar-renkalender„, Thesaurus stupiditatis“( Bregenz, Vorarlberger Lan-desarchiv, 1983) ³ und durch das Buch von Hildegard Gehrer-Schwarz ,, Gealtbittelwäsch. Ein Beitrag zur Vorarlberger Fas-nachtsforschung"( Dornbirn 1985) 4.
-
eine
Im übrigen aber fließen die Quellen zur Geschichte der Vorarl-berger Fasnacht sehr langsam an die Öffentlichkeit, und es wirdzweifellos einige Zeit dauern, bis man über das gesamte, teilweiseeben heute noch versteckte Quellenmaterial einen hinreichendenÜberblick hat. Einen besonderen Aspekt hat neuerdings KarlHeinz Burmeister in seinem Aufsatz ,, Hohenemser Purimjüdische Fasnacht im Jahre 1811" aufgegriffen. Auch der folgendeBeitrag führt nach Hohenems, wo die Fasnacht nicht zuletzt deswe-gen eine große Tradition hatte, weil die am Ort residierenden Gra-fen besonderen Wert auf das ausgelassene Treiben der Narrengelegt haben. Es ist daher auch kein Zufall, daß die hier dargestellteGründung einer Fasnachtsgesellschaft im Kreis der gräflichenBeamtenschaft erfolgt ist und unmittelbar mit den Aktenbeständendes gräflichen Archivs überliefert wurde. Mit dem 1986 erfolgtenAnkauf des gräflichen Archivs wurde der„ Gründungsakt“ in dasVorarlberger Landesarchiv übernommen, wo er unter der Stand-ortbezeichnung„ HOA 164,20" aufbewahrt wird. Allein schon die
42