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Frau Bundesminister Dr. Firnberg hätte als begründendes Mitglied des Kurato-riums des Ethnographischen Museums Schloß Kittsee die Bauernstube aus Harta/Ungarn vom Ethnographischen Museum in Budapest heute gerne in die Obhutdes Österreichischen Museums für Volkskunde/ Ethnographisches Museum SchloßKittsee übergeben. Da ihr dies unmöglich geworden ist, nehme ich die Übergabein ihrem Namen vor und darf den Vertretern der Volksrepublik Ungarn für diesesBeispiel ausgezeichneter zwischenstaatlicher Kooperation herzlich danken. Diesist ein erneuter Beweis des gegenseitigen Vertrauens und der freundschaftlichenGesinnung zwischen unseren beiden Ländern, wie sie sich auf vielen Ebenen prä-sentiert ein weiterer Schritt in der Festigung unserer gut- nachbarlichen Bezie-hungen im Spiegel unserer jahrhundertealten gemeinsamen Geschichte.
Dem Ethnographischen Museum Schloß Kittsee, im Zusammenwirken mit demVerein für Volkskunde in Wien und dem Österreichischen Museum für Volkskun-de, wünsche ich, daß es seine Aufgaben in Zukunft genauso vorbildlich und er-folgreich wahrnehmen möge wie im vergangenen Jahrzehnt.
Wilhelm Schlag
Zur Ausstellung erschien eine Begleitveröffentlichung von Klára K. Csilléry,Die Bauernmöbel von Harta. Erläuterungen zur Möbelstube der Ungarn-Deutschen in der Sammlung des Ethnographischen Museums Schloß Kittsee, Kitt-see 1982, 48 S., 24 Abb.(= Kittseer Schriften zur Volkskunde. Veröffentlichun-gen des Ethnographischen Museums Schloß Kittsee, herausgegeben von KlausBeitl, Heft 1).
Bericht
über das 6. Internationale Symposium Ethnographia Pannonica inTata/ Ungarn vom 9.- 12. 9. 1982
Zum 6. Internationalen Symposium Ethnographia Pannonica, welches heuervom 9.- 12. September in der ungarischen Stadt Tata stattfand, fuhr man in derErwartung, etwas zu dem bereits leicht strapazierten Thema Kommunikation zuhören. Diese Annahme erwies sich jedoch als trügerisch, denn abgesehen von derNennung des Wortes Kommunikation in den meisten Referatstiteln war darüberweiter kaum mehr die Rede. Einige wenige Beiträge sind von dieser Kritik auszu-nehmen, aber leider wiederholte sich in Tata, was schon oft bei Tagungen kritischanzumerken war. Der Großteil der Vorträge war rein deskriptiv und ließ den in-neren Bezug zum Thema der Veranstaltung vermissen.
Das Tagungsthema lautete:„ Die Rolle der Kommunikation in den Änderungender traditionellen Kultur des Pannonischen Raumes". Folgende Vorträge wurdengehalten: Helga Thiel, Kommunikation und Musik, dargestellt an zwei Beispielenaktueller Musikausübung in Ostösterreich; Peter Niedermüller, Bräuche in Raumund Zeit. Einige Bemerkungen über die kommunikativen Aspekte des Brauch-tums Glossar ::: zum Glossareintrag tums in Transdanubien; Zsigmond Csoma, Tauschkinder und wirtschaftliche Be-ziehungen in Westungarn; Károly Gaál, Familienkommunikation und Pendlerwe-sen; Dunja Richtmann- Auguštin, Zadruga als Kommunikationssystem; Margot