Chronik der Volkskunde
UNESCO- Konferenz Pürgg/ Steiermark, 20. bis 26. Mai 1984:International Council for Traditional Music, Studiengruppen- Sitzung
In der Zeit vom 20. bis 26. Mai trafen einander auf der Pürgg, Obersteiermark,45 Wissenschaftler aus 18 europäischen, amerikanischen und asiatischen Ländernzur 9. Arbeitstagung der Studiengruppe des International Council for TraditionalMusic/ UNESCO, um Fragen zur Rhythmik und Metrik in der traditionellen Musikverschiedener Völker und Kulturen zu diskutieren. Bei den Teilnehmern handeltees sich um Wissenschaftler von Universitäten, Musikhochschulen und anderenForschungsinstituten, was sich im hohen Niveau der Vorträge und Diskussionen nie-derschlug.
Die über 25 Referate können hier nur kurz vorgestellt werden, sie erscheinen ge-druckt in einem Kongreẞbericht und werden als solcher der Öffentlichkeit vorgelegt.Über zeitliche und räumliche Prinzipien sprach Oskar Elschek( Preẞburg), weiteretheoretische Probleme wurden von Doris Stockmann( Ost- Berlin) und LudwigBielawski( Warschau) erörtert. Farid Hassoon Tariq( Qatar) sprach über arabische,Hallgrimur Helgason( Reykjavik) über isländische, Tiago de Oliveira Pinto( SãoPaulo) über brasilianische, Benjamin Kruta und Alfred Uci( Tirana) über albani-sche, Dimitris Themelis( Thessaloniki) über griechische, Margareta Jersild( Stock-holm) über schwedische, Dorothe Schubarth( Santiago di Compostela) über spani-sche, Todor Djidjev( Sofia) über bulgarische, Ludwig Bielawski( Warschau) überpolnische, Gisela Suliteanu( Bukarest) über rumänische, Ilona Ferenczi und JankaSzendrei( Budapest) über ungarische, Jerko Besić und Grozdana Marosević( Agram) über kroatische, Axel Hesse( Ost- Berlin) über ungarndeutsche und Gott-fried Habenicht( Freiburg i. Br.) über deutsche Volksmusik. Auf die österreichischeVolksmusik wurde in den Vorträgen von Franz Födermayr( Wien), Gerlinde Haid( Wien) und Alois Mauerhofer eingegangen. Jürgen Elsner( Ost- Berlin) stellte eineStudie zum Insiraf vor, Referate über Haltetöne und Rhythmusmessung hieltenReiner Kluge und Christian Kaden( Ost- Berlin). In etlichen Referaten wurde auchauf den Zusammenhang von Volksmusik und Tanz eingegangen, der zum Teilpraktisch von den Vortragenden demonstriert werden konnte.
Um sich von den Tagungsstrapazen erholen zu können, aber auch im freien Ge-spräch über wissenschaftliche und andere aktuelle Themen mit den Fachkollegen zudiskutieren, standen die Abendstunden und ein umfangreiches Nebenprogramm
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