Chronik der Volkskunde
Verein und Österreichisches Museum für Volkskunde 1983
Die Ordentliche Generalversammlung des Vereins für Volkskunde fand am30. März 1984 um 17 Uhr im Österreichischen Museum für Volkskunde, 1080 Wien,Laudongasse 15-19, statt. Ihr war um 15 Uhr eine Ausschußsitzung vorausgegan-
gen.
Der Präsident des Vereins, Hon.- Prof. Dr. Klaus Beitl, begrüßte die zahlreicherschienenen Mitglieder, die- etwas improvisiert- im Krippenraum auf den ausKittsee herbeigeholten„ goldenen" Sesseln Platz nahmen, da der Festsaal der Musik-hochschule nicht zur Verfügung stand. Der Präsident erinnerte daran, daß der Ver-ein im Jahr 1984 sein 90jähriges Jubiläum begehe. Da sich im Museum und im Vereinvieles im Umbruch befinde, sei nicht an größere Festlichkeiten gedacht. Diese solleneinem späteren Zeitpunkt vorbehalten bleiben. Die Vereinsleitung möchte aberdurch eine verstärkte Mitgliederwerbung einen Akzent setzen. Dazu wurde einneuer, ansprechender Prospekt aufgelegt, der fachverwandten Zeitschriften beige-legt werden soll. Der Präsident forderte auch alle Mitglieder auf, neue Mitgliederzu werben, um das Traumziel von 1000 Mitgliedern zu erreichen. Auch das äußereErscheinungsbild der Zeitschrift wurde graphisch neu gestaltet, wobei man die Fas-sade des Museums- die übrigens gerade renoviert wird als Signet wählte. Dieseserste Heft übergab der Präsident an den anwesenden Univ.- Prof. Dr. Oskar Mo-ser,dem es zum 70. Geburtstag gewidmet wurde.
Anschließend gedachte der Präsident der im letzten Vereinsjahr verstorbenenMitglieder, allen voran Herrn Prof. Ing. Franz Maresch, der genau vor einemJahr, am 28. März 1983, plötzlich aus dem Leben geschieden war. Als umsichtigerKassier hatte Prof. Maresch fast zwei Jahrzehnte die Geschicke des Vereins fürVolkskunde mitbestimmt. Ein ehrendes Gedächtnis wird der Verein weiters MariaKundtner, Arch. Franz Matecek, Dipl.- Ing. Karl Schneidmesser, alleWien, und dem korrespondierenden Mitglied Univ.- Prof. Dr. Bruno Schier, Mün-ster, bewahren.
Nach Feststellung der Beschlußfähigkeit erfolgte der Eintritt in die Tagesordnung,die fristgerecht mit der Einladung im Nachrichtenblatt veröffentlicht worden war:
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