Frank Sysyn und Matthias Kaltenbrunner, Vom Bojkenland nach Basel
Briefwechsel zwischen Mychajlo Zubryc'kyj
und Eduard Hoffmann- Krayer, 1910-1912
HOFFMANN- KRAYER AN ZUBRYC'KYJ, 18. FEBRUAR 1910HERRN M. SUBRYC'KYJ, LEMBERG
Hochgeehrter Herr,
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Soeben kommt mir Ihr Artikel über die ukrainischen Bastschuhe vorAugen. Ich möchte mir nun die höfl.[ iche] Frage erlauben, ob es Ihnenwohl möglich wäre, unserm Museum- natürlich gegen Entschädigungaller Auslagen ein paar[!] solcher Schuhe, wie Sie sie in„ Materialy❝28XI, 27 abgebildet haben, zu verschaffen. Die Form scheint mir besondersinteressant und altertümlich und würden[!] gerade eine Lücke in derReihe unserer slavischen Schuhe ausfüllen. Um den Zoll brauchen Sie sichnicht zu kümmern; das wird von uns besorgt. Spesenrechnung wollen Siegleichzeitig abgehen lassen. Sie würden uns mit dieser Sendung einen gro-Ben Gefallen erweisen und gerne sind wir zu Gegendiensten bereit.Hochachtungsvoll,
E. Hoffmann- Krayer
HOFFMANN- KRAYER AN ZUBRYC'KYJ, 29. MÄRZ 1910
HOCHW. HERRN PFR. M. ZUBRYCKYJ, MSZANEC', GALIZIEN
Hochgeehrter Herr,
Mit herzlichem Dank bestätige ich den richtigen Empfang der interes-santen Schuhe. Morgen gehen die 4 Kr.[ onen] 50 h.[ eller] p.[ er] Postan-weisung an Sie ab. Das Kirchenmodell ist für unser Museum wenigergeeignet, dagegen bietet Ihre Gegend sonst viel Interessantes, dessenZusendung mir auf's Höchste willkommen wäre. So z. B. primitiv Glossar ::: zum Glossareintrag primitiv- alter-tümliches Landwirtschafts-, Handwerks-, u. Hausgerät; ferner Gegen-stände aus dem Volksglauben; Schutz- und Heilmittel; gegen Krankheiten,Verhexung etc., Votivglieder u. Ähnl.
All diese Gegenstände nehme ich mit großem Dank an und bin gernbereit, nicht nur Ihre Auslagen zu decken, sondern auch Ihre Bemühun-gen, so reichlich es in meinen Mitteln steht, zu vergüten.
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Im Original ukrainisch.
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