Aufsatz in einer Zeitschrift 
Follow the Tracks : zur Methodologie der Spurensuche in der ethnografischen Kulturanalyse
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Christian Elster, Follow the Tracks

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die Parallelen zu ethnografischen Forschungspraktiken aufweist, wasmir, wie ich später noch zeigen werde, zentrale Aspekte des jeweilsanderen vor Augen geführt hat. Die hier formulierten methodologi-schen Überlegungen sind also nicht isoliert zu betrachten, sondernals Resultat eines Feedbacks zwischen, Feld' und, Schreibtisch'. Denfolgenden Abschnitten sind daher jeweils kleine Vignetten Spurenaus meiner Arbeit über das Musiksammeln vorangestellt.

Gang der Argumentation

Ich werde zunächst verschiedene Ansätze von Spurensuche im FachEuropäische Ethnologie zusammentragen und auf ihr epistemischesPotenzial hin befragen. Diese stehen zum Teil in Widerspruch zuein-ander und wurden aus unterschiedlichen kulturtheoretischen Positio-nen heraus formuliert. Es geht mir nicht darum, diese Widersprücheaufzulösen, sondern zu fragen, was sie jeweils leisten, welchen Blick sieauf den Untersuchungsgegenstand ermöglichen und wie Differenzenzwischen ihnen produktiv gemacht werden können. Ich schließe damitauch an Überlegungen an, die zentraler Gegenstand der dgv- Hoch-schultagung Äußerungen. Die Oberfläche als Gegenstand und Perspektiveder Europäischen Ethnologie gewesen sind. Timo Heimerdinger skiz-ziert im einleitenden Text des dazugehörigen Sammelbandes Debattenum, die Oberfläche'( die empirisch zugänglich ist) und ihr Pendant ,, dieTiefe( die von Oberflächenphänomenen aus interpretativ erschlossenwird), sowie Kulturverständnisse, die damit( auch fachhistorisch) asso-ziiert sind." Wie ich im Verlauf meines Beitrags zeigen und abschlie-Bend diskutieren werde, greifen Konzepte der Spurensuche ebenfallsauf diese Denkfiguren der Tiefe und Fläche zurück. In Kombination,so werde ich zeigen, umgehen sie diese problematische dichotomeTrennung und eröffnen mehrdimensionale analytische Perspektiven.

Ich schlage vor, Spurensuche als Programm zu verstehen, dasnicht nur multidirektionale empirisch- methodische Suchbewegungenund einen spezifischen epistemischen Blick beinhaltet, sondern, in

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Timo Heimerdinger: Europäische Ethnologie als Oberflächenwissen-schaft- Zur Einführung in provozierender Absicht. In: Timo Heimer-dinger, Silke Meyer( Hg.): Äußerungen. Die Oberfläche als Gegenstandund Perspektive der Europäischen Ethnologie. Wien 2013, S. 5-20.