340 Österreichische Zeitschrift für Volkskunde
LXIII/ 112, 2009, Heft 3
des genannten Sammlungsbestandes.18 Eine Vielzahl von ihm gestalteterthemenspezifischer Ausstellungen, auch außerhalb des ÖMV, begleite-te sein Streben. In einer Sonderausstellung im Salzburger Kongresshauspräsentierte er Anfang der 1960er Jahre die Sammlung Natalie Bruck-Auffenberg, darunter auch» drei Gürtel-( außerdem ein mit Karneolenbesetzter Frauengürtel)<<. 19
Auf dem Weg nach Kittsee legte Adolf Mais mit der» Ostsammlung<<im Jahr 1970 gewissermaßen noch einen Zwischenstopp im Museum des20. Jahrhunderts beim Wiener Arsenal ein. Die Ausstellung lief dort von4. April bis 10. Mai 1970 und wurde vom Kaufhaus Gerngroß unterstützt.Im Grunde war hier sowohl Systematik als auch Objektbestand der imMai 1974 in Kittsee eröffneten Schausammlung schon vorhanden. Im Ka-talog findet sich die Objektposition Nr. 59» Arnautengürtel Glossar ::: zum Glossareintrag Arnautengürtel« – womit dieBezeichnung zum ersten Mal bei Mais auftaucht.20 Die Verbreitungsanga-ben decken sich mit jenen, die im Jahr 2005 in Kittsee bei der erneuerten
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u.a. in Wien, in aufgelassenen Schulen, im Ursulinen- Kloster, in Räumlichkeiten desFranziskanerklosters, weiters in Schloss Matzen und in Schloss Gobelsburg. Im Jahr1963 erschien unter dem Titel» Der Plan für ein Museum Osteuropäischer Volkskul-turen. Das Ostmuseum und das Schloß Prinz Eugens«< ein bereits in alle Einzelheitenausgefeiltes Konzept für eine ständige Präsentation in Schloss Hof im Marchfeld.( Siehe dazu: Adolf Mais: Der Plan für ein Museum Osteuropäischer Volkskulturen.Das Ostmuseum und das Schloß Prinz Eugens, in: Arbeitsgemeinschaft Ost[ Hg.];Österreichische Osthefte. Bd. 5, Wien 1963, S. 166-170.) Offenbar hatte er bei seinenPlänen auch mit internem Widerstand zu kämpfen.( Siehe dazu: Felix Schneeweis:Adolf Mais, die>> Ostabteilung« des Österreichischen Museums für Volkskunde, dasEthnographische Museum Schloß Kittsee und deren Beziehungen zum ehemaligenKronland Galizien, in: ÖZV, LI/ 100, 1997, S.523-528, hier S. 525 aus einem Manu-skript eines von Adolf Mais am 11. Juli 1972 bei der konstituierenden Versammlungdes Vereins Ethnographisches Museum Schloß Kittsee gehaltenen Vortrags:»[...]Aber alles vergebens, immer wieder waren andere, Stärkere da, zu guter Letzt dereigene Chef.<<) Im Oktober 1969 erfuhr seine Idee deutlichen Aufwind. Er erstellteauf Anregung des Ministeriums einen Plan zu einer» Ständigen Schausammlung zurVolkskunde von Ost- und Südosteuropa«<. Der zuständige Ministerialrat selbst gabden entscheidenden Namensvorschlag- Ethnographisches Museum.
Mais( wie Anm. 7), S. 138.
Die Anzahl der Stücke oder eine konkrete Objektangabe ist hier nicht angegeben.Adolf Mais: Osteuropäische Volkskunst. Sonderausstellung der Sammlung osteuro-päischer Volkskulturen des Österreichischen Museums für Volkskunde. 4. April bis10. Mai. Katalog(= Museum des 20. Jahrhunderts Sonderausstellungen, 42). Wien1970, S. 15.