2008, Heft 1
Hopgarten-Metzenseifen- Blaufuẞ
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schon 1376 in einer Urkunde aufscheinen. Erzvorkommen, Holz-reichtum und ausreichend Wasserkraft sowie die Versorgung durchdie heimische Landwirtschaft schufen lange Zeit eine sichere wirt-schaftliche Basis für die Schmiede, die vor allem für ihre Hauen invielen Teilen der österreichisch- ungarischen Monarchie bekannt undgeschätzt waren.45 Deren Ende sowie die zunehmende Mechanisie-rung der Landwirtschaft nach 1918 führten zu einem allmählichenNiedergang der noch über einhundert Hämmer, dem man mit derGründung einer Produktionsgenossenschaft für Eisenwaren zu be-gegnen suchte, welcher 1938 eine ,, Warenzentrale" nachfolgte.46
In beiden Metzenseifen bestand jedenfalls zu dieser Zeit bereitseine gewissermaßen ,, industrielle Arbeitswelt" mit den entsprechen-den politischen, also sozialistisch- kommunistischen Einstellungenund in der Grube Lucia sowie der zugehörigen slowakisch- ungari-schen Bergwerkssiedlung selbstverständlich ebenfalls. Das bewirktezur Zeit des Aufstands zum einen eine aktive Beteiligung etlicherdeutschsprachiger Metzenseifener am Widerstand gegen Tiso- Regi-me und deutsche Wehrmacht, zum anderen eine nachweisbar relativgeringe Sympathie für deutsch- nationale Institutionen und ,, volks-tumskämpferische“ Umtriebe. Die männlichen Metzenseifener stan-den zwar nach 1944 auf unterschiedlichen Seiten, doch waren die,, Deutschen" mit ihren nur teilweise evakuierten Familien nachKriegsende politisch leichter integrierbar als die übrige deutschspra-chige Bevölkerung der Slowakei. Das ersparte den„ Mantaken“, wiesich die Deutschsprachigen hier nennen, zwar nicht das auch inHopgarten geübte ,, Verstecken", nicht die fallweise Deportation indie Sowjetunion, nicht Verfolgung und Lageraufenthalt, etlichen auchnicht die folgende Aussiedlung, führte aber dazu, dass die Mehrheitletztlich doch im Ort bleiben konnte und sich zur Wiedererlangungvon Eigentum und Staatsbürgerschaft der ,, Reslowakisierung" unter-warf.47 Dass man spezialisierte Arbeitskräfte, Facharbeiter, wenigerleicht ersetzen kann als gehobenes Bürgertum oder in der Landwirt-schaft Tätige mag- vergleicht man Metzenseifen mit anderen karpa-tendeutschen Ortschaften ein weiteres wichtiges, wenn auch nieausgesprochenes Argument für diesen Verbleib, aber auch für ein
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45 Kauer, Josef, Johannes Schürger, Klement Wagner: Unter- und Ober- Metzensei-fen( wie Anm. 42), S. 24-33.
46 Ebenda, S. 151-154.
47 Richter- Kovarik, Katharina: Metzenseifen( wie Anm. 7), S. 41–64.