2008, Heft 1
Hopgarten Metzenseifen- Blaufuẞ
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bei
Bewohnern 499 als Deutsche, 72 als Slowaken.32 1930 waren esgestiegener Gesamtzahl- 562 Deutsche und 81 Slowaken. LetztereZahl schrumpfte 1940 auf 5,33 wiewohl von einer Abwanderung inden existierenden zeitgenössischen Quellen³4 nirgendwo die Rede ist.Angela Káňová nimmt an, dass sich die übrigen aus gesellschaftlich-politischen Gründen zum ,, Deutschtum" bekannten und daher in dendamals erhobenen 701 Deutschen aufgingen.35 Ob diese ,, Regerma-nisierten“ auch von der- von der deutschen Wehrmacht- betriebenEvakuierung betroffen waren( der man sich in Hopgarten einiger-maßen erfolgreich widersetzte) bleibt unklar; mit Sicherheit warensie nicht unter den später Zwangsausgesiedelten. Die Aussiedlungsetzte 1946 ein und betraf in Hopgarten lediglich 37( hauptsächlichaus dem Sudetenland zurückgekehrte) Familien mit etwas über 100Personen. Grund für diese vergleichsweise geringe Zahl war nicht dieUnterstützung des Nationalaufstands, denn der hatte die Ortschaft garnicht erreicht; er ist vielmehr einer Reihe von Faktoren zu verdanken:dem nunmehr wieder slowakischen Bevölkerungsanteil; vorhandenerslowakischer Verwandtschaft; dem Einsatz des Pfarrers, der eineRückführung vieler bereits in Lagern Inhaftierter ermöglichte; einerSolidarität der schon erwähnten anderssprachigen Nachbarschaft; dergewisses Verständnis zeigenden Regionalverwaltung und nicht zu-letzt einer geschickten Strategie des Warnens und Versteckens vordem das Dorf immer wieder heimsuchenden Militär – eine Strategie,die man sich schon beim Widerstand gegen die vorangegangenenEvakuierungsmaßnahmen angeeignet hatte.
Die Volkszählung von 1948 ergab jedenfalls 707 Einwohner36 undsomit nahezu keine Veränderung gegenüber 1930 und 1940. Ziehtman die vorher zu„, Deutschen“ mutierten SlowakInnen und dieAusgesiedelten ab( deren leerstehende Häuser von zugezogenen slo-wakischen Familien bezogen wurden), so verbleiben immer nochetwa 500 Deutschsprachige, die auch weiterhin ihre Mundart ver-
32 Káňová, Angela: Soziologische Erkundung der Ortschaft Hopgarten und derzipserdeutschen Mundart.( Diplomarbeit) Prešov 1995, Tabelle nach S. 16.33 Grothe, Hugo: Das deutsche Volkstum der Slowakei( wie Anm. 17), S. 103.34 Pfarrchronik von Hopgarten( 1865-1945); Gedenkbuch der Gemeinde Hobgard,beginnend mit dem Jahre 1926; Kozak, Stefan: Chronik des Dorfes Hopgarten( Chmelnica) in der Slowakei. 2. Teil,( Typoskript) o.O. 1992.
35 Káňová, Angela: Soziologische Erkundung der Ortschaft Hopgarten( wieAnm. 32), S. 34.
36 Bockhorn, Olaf: Die Jahre 1944/45 und danach( wie Anm. 14), S. 78.