Jahrgang 
93 (1990) / N.S. 44
Seite
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Literatur der Volkskunde

Dunja Rihtman- Auguštin, Maja Povrzanović( Hrsg.), Folklore andHistorical Process(= Special Issue, 12). Zagreb, Institute for FolkloreResearch, 1989, 206 Seiten, 10 Abb. auf Tafeln.

Dunja Rihtman- Auguštin, Maja Povrzanović( Hrsg.), Narodna Umjet-nost 26. Zagreb 1989, 294 Seiten, zahlreiche Notenbeispiele.

Die Akten des 12. Internationalen Kongresses ,, of Anthropology and Ethno-logical Sciences", der in Zagreb vom 24.- 31. Juli 1988 stattgefunden hat undinsgesamt 57 Referate umfaßt, wird vom Zavod za istrazivanje folklora" indrei Teilbänden herausgegeben, von denen hier zwei besprochen werden sollen( die Arbeiten zu Volksmusik, Volkstanz und Volkstheater sollen im ZbornikMatice Srpske za scenske umetnost i muziku 9, 1989, erscheinen). Der ersteder hier anzuzeigenden Bände umfaßt 16 Referate, mehr grundlegender undmethodischer Natur, der zweite 12 Referate, welche sich vor allem mit Sprach-denkmälern befassen und so der thematischen Widmung der angesehenenkroatischen Fachzeitschrift entsprechen. Hinzu kommt noch, daß das ZagreberFolkore- Institut auch sein 40jähriges Bestehen feiert, was in einem anschau-lichen Organisationsbericht und einer Veröffentlichungsbibliographie aller sei-ner Mitarbeiter seinen Niederschlag findet. Die Referate sind durchwegs inenglischer, deutscher oder französischer Sprache mit kurzen kroatischenZusammenfassungen gegeben( auf manchen Seiten treibt allerdings das Druck-fehlerteufelchen ein unwürdiges Spiel). Den Referaten, deren Umfang sicheher bescheiden hält und denen meist eine Spezialbibliographie folgt, ist jeweilsein überaus gedrängter Abstract vorangestellt. Das alles trägt zu einer ange-nehmen Übersichtlichkeit bei, die auch die bisherigen Spezialbände desZagreber Folklore- Instituts, die sich an eine internationale Öffentlichkeitwenden, ausgezeichnet hat.

Nach einem kurz gehaltenen Preface( S. 7-8), das die Themenstellung desKongresses rechtfertigt, nach einer Phase vorwiegend innertextlicher Unter-suchungsmethoden die Textzeugnisse programmatisch wieder in die Geschichterückzubinden bzw. als Teil eines Kulturganzen zu verstehen( also Folklore als

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