Jahrgang 
93 (1990) / N.S. 44
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dem Rechner zu erleichtern, ordnet Trachsler seinen Sachbereichen Code- Zahlenim dekadischen System zu, die je nach dem Grad der Spezifizierung erweiterbarsind.

Wie jede Systematik hat auch diese ihre Schwächen. Zum Beispiel die Model, wel-che im ÖMV eine gemeinsame Objektgruppe bilden, werden bei Trachsler, wie erallgemein fordert, zwar nach dem Gebrauch, aber auch nach beruflich getrenntenHerstellern eingeordnet, also die Wachsmodel bei den Wachsziehern, die Buttermo-del bei der Butterbereitung, die Backmodel bei den Küchengeräten, was ein Ausein-anderreißen einer geschlossenen Sammlungseinheit bedeutet. Oder die Hochzeits-krone etwa, eingeordnet bei der Brautkleidung und dem Hochzeitsbrauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag  Hochzeitsbrauchtum, istbei den Kopfbedeckungen nicht mehr aufzufinden. In manchen Bereichen, bei derKleidung zum Beispiel, bietet die Systematik kaum mehr als den Rahmenbegriff. Esbleibt dem Museologen vorbehalten, gemäß seinen Spezialkenntnissen eine Diffe-renzierung vorzunehmen, welche allerdings durch die Schaffung von Leerpositionenermöglicht wird.

Da es bislang aber nicht nur kein besseres, sondern überhaupt kein anderes publi-ziertes Klassifikationssystem für kulturhistorische Sammlungen in ihrer Gesamtheitgibt23, haben wir uns vorläufig, zur Erleichterung der Sucharbeit, neben dem Zugangüber die Beschlagwortung, trotz verschiedener Vorbehalte und Schwierigkeiten füreine Kodifizierung nach Trachsler entschieden.

7. Standort des Objekts( Depot, Schausammlung, Ausstellung; oder Verkauf, Ver-lust, ausgeschieden, bei Objekten des Altbestandes)

8. Benennung des Objekts

Hier ergibt sich die nächste Schwierigkeit, denn die Aufzeichnungen in den Inven-tarbüchern weisen oft für die gleichen Dinge verschiedene Bezeichnungen auf. Hiermuß getrachtet werden, zu einer möglichst einheitlichen Terminologie zu gelangenund mit Hilfe der Suchbegriffe in den Stichworten möglichst viele Zugänge zu erfas-

sen.

Beispiel: Ein Hinterglasbild, auf welchem der heilige Nikolaus abgebildet ist, fin-det man in den Inventarbüchern als Hinterglasbild, Andachtsbild, Heiligendarstel-lung, hl. Nikolaus usw. Der Computer zwingt uns aber, für dieselbe Sache auch die-selbe Bezeichnung zu verwenden, andernfalls ist das Objekt nicht auffindbar.

Sobald einmal eine größere Datenmenge eingegeben sein wird, kann man mitHilfe des alphabetischen Ausdrucks von Verweislisten der Stichwörter dieselbenvereinheitlichen. Solche Verweislisten werden letztendlich einen Thesaurus liefern,der später einmal eine vergleichbare Systematik mit ähnlich gelagerten Sammlungenermöglicht.

9. Mundartliche Bezeichnung

10.- 18. Angaben zur Herkunft des Objekts

10. Herstellungsort

Die Ortsbezeichnungen erfolgen nebeneinander nach Ort, Pol. Bezirk( Auto-kennzeichen), Bundesland. Beim Altbestand werden die damals gebräuchlichenBezeichnungen verwendet.

11. Hersteller. Name oder Signatur, falls bekannt.

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