Aufsatz in einer Zeitschrift 
„Dorf der Frauen“ : ein Recherche- und Vermittlungsprojekt am Museum Wattens
(Tirol)
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Simone Egger und Elisabeth Waldhart ,,, Dorf der Frauen

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Lebenswege und-strategien von Frauen sollten erhoben werden, umsie in das institutionalisierte Gedächtnis der Marktgemeinde einzu-schreiben und damit gerade auch in einer ländlichen Gegend diePerspektive für ein differenzierteres Verständnis und eine vielstim-mige Erzählung von Vergangenheit und Gegenwart zu weiten.

Biografische Rekonstruktionen

Der Volkskundler Helge Gerndt spricht im Kontext der kulturwis-senschaftlichen Auseinandersetzung mit dem in den 1970er Jahren sobedeutenden Problemfeld Heimat und Identität von einer regionalenKulturanalyse insbesondere in Bezug auf ländlich geprägte Gegenden.Bei dieser Perspektivierung handelt es sich einerseits um eine nichtzwingend notwendige Etikettierung dieser Art von Forschung, ande-rerseits kann die Rede von der regionalen Kulturanalyse aber auch alsbemerkenswerter Gedankenschlüssel gelten, der Probleme formu-lieren und das eigene Tun reflektieren hilft.³ Ein solcher, dezidiertauf die Forschung bezogener Begriff zwingt objektive und subjektiveRaumkonstellationen ins Licht, deren kulturale Ausdrucksformenund bewußtseinsmäßige Determinanten, 4 und lässt nach der Her-ausbildung und Entwicklung von Räumen fragen, sowie nach derenFeinstrukturierung und funktionaler Dynamik.5 In Anlehnung anGerndts Überlegungen zu einer problembezogenen regionalen Kul-turanalyse wurde das Museum Wattens in der gleichnamigen Tiro-ler Marktgemeinde in den Jahren von 2015 bis 2018 als lebendigesGedächtnis und Ort vieler verschiedener, auch widersprüchlicher undambivalenter Geschichte( n) konzipiert. Der Fokus des Hauses ist auf

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Federico Fellini: La Città delle Donne( Stadt der Frauen). Rom, Paris1980, http://archivio.federicofellini.it/de/node/2926( Zugriff: 12.2.2022).Helge Gerndt: Regionale Kulturanalyse. In: Ders., Georg Schroubek( Hg.): Protokollmanuskript einer wissenschaftlichen Arbeitstagungder Deutschen Gesellschaft für Volkskunde vom 8.- 11. Oktober 1978 inMünchen. München 1979, S. 64-71, hier S. 64.

Ebd.

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Vgl. Simone Egger: Alltags- und Industriegeschichte( n) erzählen. Überein partizipatives Sammlungs- und Ausstellungsprojekt in der TirolerMarktgemeinde Wattens. In: Stefan Groth, Sarah May, Johannes Müske( Hg.): Vernetzt, entgrenzt, prekär? Kulturwissenschaftliche Perspektiven