Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde109 (2006) / N.S. 60Maurer, Hermann: Wallfahrtsandenken von Maria Dreieichen – Zeugnisse ab der Barockzeit

  
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Wallfahrtsandenken von Maria Dreieichen – Zeugnisse ab der Barockzeit
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2006, Heft 4

Wallfahrtsandenken von Maria Dreieichen

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Gebet, zu der Matter Gottes in drei Eichen.

Sen gegrüßt Ma

ria ewig gebeneden-te Jungfräuliche Mutter einLicht der Fünftersniß, Hoffnung allerMenschen, Spiegelder Heiligkeit, dichbenedeyen alle Geschlechter, Bitte dichdemüthigst lösch ausmir alle findliche Besgirden des Fleisches,

auf das ich durch

meine Bosheit nicht water anser und Ave Maria.

etwan verliere was

Jefus dein Sohndurch sein Blut erworben hat. Erwerbe mir mein Lebenim Ersten zu befferualle meine Werke sol-len richtig gerichtetwerden, gib daß ichmeine Sünden hierbeweine, und theil-haftig werde, derVerheißung Cbriftidich in der ewigenGlorie zu sehenmen,

3aim, gedruckt und zu haben bei Martin Sofmann.

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Abb. 4: Gebetszettel( Holzschnitt und Typendruck) aus der Mitte des19. Jahrhunderts des Verlages und der Druckerei Martin Hofmann in Znaim.

ermöglichten eine weitere Steigerung der Andachtsbildproduktion,die für Maria Dreieichen anscheinend voll genützt wurde und wohlauch dem Bedarf entsprach. Ein Vergleich mit Maria Taferl zeigt,dass in dieser Hinsicht im 19. Jahrhundert durchaus ein Gleichstandzwischen den beiden Konkurrenten anzunehmen ist. Die Andachts-bildproduktion, die jetzt großteils in der Hand spezialisierter Verlegerwar, wurde kommerziell abgewickelt. Verlage in Prag, Linz, St.Pölten und Wien, um nur einige Standorte zu nennen, beherrschtendas Geschäft bis etwa 1870. Bildchen im Kupfer- oder Stahlstichver-fahren, Holzschnitt oder als Steindruck hergestellt, sind für MariaDreieichen keine Seltenheit( Abb. 4). In dieser Zeit sind als NeuheitBildchen mit Darstellung der Ursprungslegende28 aus den Verlagen

27 Dies lässt sich bei Vergleich beziehungsweise bei Durchsicht größerer An-dachtsbildersammlungen unschwer feststellen.

28 Lauter, Christine: Die Ursprungslegenden auf den österreichischen Wallfahrts-bildchen. Wien 1967, S. 104f.- Ergänzend vgl. dazu Maurer, Hermann: Zeichen-stein und Wunderbaum. Österreichs Kirchen und Klöster in ihren Ursprungs-