Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde109 (2006) / N.S. 60Maurer, Hermann: Wallfahrtsandenken von Maria Dreieichen – Zeugnisse ab der Barockzeit

  
Aufsatz in einer Zeitschrift 
Wallfahrtsandenken von Maria Dreieichen – Zeugnisse ab der Barockzeit
Einzelbild herunterladen
 
  

442

Hermann Maurer

ÖZV LX/ 109

Abb. 3: Unbezeichnete Wallfahrtsbilder. Kupferstiche des 18. Jahrhunderts aufPapier( links) und roter Seide( rechts).

als Skapulier belegt sind, aus dem 18. Jahrhundert. Dargestellt istdurchwegs das Gnadenbild mit den drei Eichenstämmen( Abb. 3).Etwa fünfzehn verschiedene Bildtypen25 im Kupferstichverfahrenoder als Holzschnitt produziert wurden bisher festgestellt. Bedeuten-de Kupferstecher wie Martin Engelbrecht( 1684-1756), Franz Leo-pold Schmitner( 1703–1761) und Johann Martin Will( 1765-1805)haben für Maria Dreieichen gearbeitet.26 Ein Teil dieser Produkteweisen aber keine Angaben zu den Künstlern auf. Diesen wenigenNachweisen des 18. Jahrhunderts steht eine unglaublich große Zahlan Wallfahrtsbildchen, Marienbriefen und Gebetszettel des 19. Jahr-hunderts gegenüber. Bereits in der Biedermeierzeit ist dieser Auf-schwung deutlich bemerkbar. Die verbesserten Produktionsmethoden

25 Gugitz: Gnadenstätten( wie Anm. 7), S. 98.- Ders.: Andachtsbild( wie Anm. 24),S. 109. Weninger, Peter: Niederösterreichische Wallfahrten im Spiegel deskleinen Andachtsbildes. In: Katalog der Landesregierung, Neue Folge Nr. 24,Wien 1966, Nr. 60 bis 65. Schmidt, Leopold: Barocke Volksfrömmigkeit. Wien1971, S. 44.

26 Vgl. dazu an vielen Stellen Spamer, Adolf: Das kleine Andachtsbild( wieAnm. 24), S. 283ff.