Herbert Nikitsch, Ein Wiener Bildstock- revisited
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und für diese bislang letzte Station seiner gestalterischen Entwicklungsind neueund auch durchaus benennbare Akteure auszunehmen.
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Nach Auskunft des für die Restaurierung der Wiener Kleinkunstdenk-mäler zuständigen Referats der MA 7(» Kulturelles Erbe, Altstadterhal-tung, Abteilung für Denkmäler und Freiplastiken«<) beschränkt sich dieErhaltungspflicht der Stadt Wien auf Objekte, die auf» öffentlichem Ver-kehrs- und Freiraum«< situiert sind, und auch bei solchen sieht sich dieöffentliche Hand nur für die Renovierung der Bausubstanz des betref-fenden Denkmals zuständig und überlässt in der Regel die weitere Aus-gestaltung und Betreuung den Anrainern oder der zuständigen Pfarre.28Beides hat in unserem Fall der Eigentümer des Grundstückes, auf dessenGartenmauer der Bildstock steht, in die Hand genommen: Er hat dasÄußere des kleinen Bauwerks von einem befreundeten Malermeisterund Stuckateur instand setzen und auch sein Inneres mit religiösen Sig-naturen neu gestalten lassen.
So sehen wir jetzt den Heiligen Charbel in Gestalt einer nach dervordem hier befindlichen Bildvorlage gefertigten kleinen Plastik undsamt der wiederverwendeten Beschriftung an seinen ursprünglichen Ortgesetzt. Und in der unteren großen Nische wurde die kleine unschein-bare Figur durch eine ungleich größere Marienstatue ersetzt( Abb. 9)die allerdings typologisch schwer festzumachen ist: Es handelt sichum keine der gängigen Mariendarstellungen wie etwa die» Lourdes-Madonna«<, die» Fatima- Madonna« oder eben die vordem hier gestan-dene>> Madonna von der Wundertätigen Medaille« – Darstellung, dieja alle jeweils an bestimmter Körper- oder Armhaltung und bestimmtenAccessoires erkennbar sind 29-, und der Hersteller dieser Gipsfigur, jenerMalermeister und Stuckateur, hat nach eigener Auskunft auch nicht nacheiner bestimmten ikonographischen Vorlage, nach einem spezifischenBildtyp gesucht: Er hat das Vorbild zu dieser Mariendarstellung viel-mehr seinerzeit gefunden, nämlich bei einem befreundeten Berufs- undHandwerkskollegen, bei dem er die Plastik abgeformt und dann in Gips
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28 Freundl. Mitt. Frau Taferner, MA 7, Referat»> Kulturelles Erbe, Altstadterhaltung«<,Abteilung für Denkmäler und Freiplastiken, vom 25.11.2014.
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Siehe die guten Übersichten etwa bei Helmut Sperber: Unsere liebe Frau. 800 JahreMadonnenbild und Marienverehrung zwischen Lech und Salzach. Regensburg 1980und bei Karl Kolb: Typologie der Gnadenbilder. In: Wolfgang Beinert, HeinrichPetri: Handbuch der Marienkunde. Regensburg 1984, S. 849-882.