Jahrgang 
91 (1988) / N.S. 42
Seite
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Die slowenischen Flößer*

Von Angelos Baš

Das Obere Savinja- Tal und das steirische Drau- Tal waren dieHauptgebiete der Flößerei Sloweniens. Diese endete mit der deut-schen Besatzung eines Großteils von Slowenien im Jahre 1941, alsman kein Holz mehr per Floß die Savinja, Save und Donau bzw.Drau und Donau hinab ausführen, oder anders gesagt, über dieGrenzen des damaligen Deutschen Reiches verbringen konnte.Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die private Flößerei in Slowe-nien nicht wieder aufgenommen, und der Versuch einer genossen-schaftlichen Flößerei bewährte sich nicht.

Die vorliegenden Ausführungen entstammen eigenen Forschun-gen des Vortragenden. Lediglich die Angaben über Flößerei undFlößer im steirischen Drau- Tal für die Zeit vor dem 20. Jahrhundertwurden hauptsächlich einem Aufsatz von F. Leskoschek entnom-men mit dem Titel: Schiffahrt und Flößerei auf der Drau, Zeit-schrift des Historischen Vereines für Steiermark LXIII, Graz 1972.

Außer dem angeführten Aufsatz von F. Leskoschek enthaltendie übrigen Arbeiten über die Flößer im steirischen Drau- TalErkenntnisse geringeren Umfangs: F. Mišič, V žaru in čarušumovitega Pohorja, Maribor 1934, S. 148, 175 ff.; F. Pahernik,Šajke in splavi na Dravi, in: Gozdarski vestnik XXI, Ljubljana1963, S. 227 ff., 279ff.; R. Ložar, Ljudska obrt in trgovina v Slo-veniji, in: Zgodovinski zbornik, Buenos Aires 1959, S. 121;A. Baš, O dravskih splavarjih, in: Slovenski etnografXXV- XXVI, Ljubljana 1972–73, S. 143 ff.

* Vortrag, gehalten am 14. 11. 1986 im Österreichischen Museum für Volkskunde

in Wien.

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