Ulrich Knufinke, Zur» Entdeckung«< der historischen Synagogen im ersten Drittel des 20. Jhts.
Abb. 6
Antike Synagoge in Telhum( Kapernaum), Rekonstruktionsmodell von Kohlund Watzinger, publiziert 1916( nach: Kohl und Watzinger, wie Anm. 38)
Die Ausgrabungen antiker Synagogen in Palästina und Galiläa, dieHeinrich Kohl und Carl Watzinger 1916 publizierten und an denen Hil-ler 1905 persönlich beteiligt war, dürften nicht ohne Einfluss auf die Ar-chitektur zeitgenössischer Synagogen geblieben sein: Man wandte sicheinem antikisierenden Klassizismus zu, der in den Rekonstruktionen derergrabenen Bauwerke Rückhalt fand( Abb. 6).38 Zum Beispiel lässt sichdie basilikale Front der Synagoge am Fraenkl- Ufer in Berlin von Alex
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Die Geschichte des Vereins ist offenbar noch nicht weiter erforscht. Hiller formu-lierte 1910 ehrgeizige Ziele für ein von jüdischer Seite getragenes Institut zur Erfor-schung Palästinas; Ernst Hiller: Die archäologische Erforschung Palästinas. Vortraggehalten am 12. Dezember 1910. Veröffentlichungen der Gesellschaft für Palästina-forschung 1[ Wien 1911], S. 1.
38 Heinrich Kohl, Carl Watzinger: Antike Synagogen in Galilaea. Leipzig 1916. Einfrüher Beitrag zur 1905 veranstalteten Grabungskampagne der Deutschen Orient-gesellschaft Glossar ::: zum Glossareintrag gesellschaft, die die Grundlage für dieses Werk legte, erschien bereits 1908: O[ tto]Eberhard: Die Synagogenruinen Galilaeas. In: Ost und West 8( 1908), Sp. 663–676.Das Modell befindet sich im Archäologischen Institut der Universität Tübingen.Für freundliche Hinweise zu dieser Thematik danke ich Herrn Dr. Hanswulf Bloed-horn, Tübingen.
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