Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde113 (2010) / N.S. 64Knufinke, Ulrich: Zur »Entdeckung« der historischen Synagogen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts

  
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Zur »Entdeckung« der historischen Synagogen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts : architektur-geschichtlich-volkskundliche Forschung und ihre Resonanz im Synagogenbau
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Ulrich Knufinke, Zur» Entdeckung« der historischen Synagogen im ersten Drittel des 20. Jhts.

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Abb. 2 Synagoge in Zabludowo, Grundriss, publiziert 1901( nach: Bersohn, wie Anm. 15)

Die polnischen Synagogen der vormodernen Zeit als Zeugnisse ei-ner zwar von der nicht- jüdischen Umwelt abhängigen, in diesem Rah-men aber genuin jüdisch entwickelten Architektur herauszustellen, botdie Möglichkeit, auf zukünftige Bauwerke einzuwirken. So formuliertes die Kunsthistorikerin Rachel Wischnitzer- Bernstein( 1885-1989) imJahr 1916:» In diesen Bauten[ den polnischen Holzsynagogen des 17.und 18. Jahrhunderts] kommt eine ganz volkstümliche Kunst zum Aus-druck. Diese Kunst ist uns um so wertvoller, als wir annehmen können,

Beispiele nehmen dabei einen breiten Raum ein; vgl.[ Heinrich] Frauberger: ÜberBau und Ausschmückung alter Synagogen. In: Mitteilungen der Gesellschaft zur Er-forschung jüdischer Kunstdenkmäler zu Frankfurt am Main 2, 1901, S. 3–43. SeinInteresse an religiös geprägten Objekten jüdischer Kultur findet Niederschlag ineinem kurz darauf erschienenen Beitrag: Heinrich Frauberger: Über alte Kultusge-genstände in Synagoge und Haus(= Mitteilungen der Gesellschaft zur Erforschungjüdischer Kunstdenkmäler, 3 und 4). Frankfurt a. M. 1903.

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