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Sawicki.
noch sich entwickelt, finden sich durchmischt mit Wäldern undÄckern in einem und demselben Höhengürtel. Nicht das Klima, sonderndie Wirtschaftsstufen entscheiden über deren Existenz und die natür-lichen Verhältnisse, wie die Beschaffenheit der Bodenkrume, die Artder Bewässerung und des Klimas beschleunigen oder verlangsamen nurin den einzelnen Gebieten den Übergang von den älteren Wirtschafts-formen der Viehzucht zu den neueren des Ackerbaues. Bei der heuteaufblühenden Zucht von Haustieren macht man Anstrengungen, dieärmlichen Almenweiden in Mähwiesen umzuwandeln, indem man siemit natürlichem und künstlichem Dünger befruchtet, im Frühjahr dasunter dem Schnee vertrocknete Gras abbrennt, die Wiesen vor Ver-nichtung schützt und mit besseren Grasarten besät. Dadurch verliertdie Almenviehzucht fortwährend an Fläche.
3. Extensität der Viehwirtschaft. Die wichtigste Eigen-schaft der Hirten wirtschaft ist ihre Primitivität Glossar ::: zum Glossareintrag Primitivität und ihre Extensität.In den Zeiten, als die ganze Mährische Walachei schwach bevölkertwar, als die Dörfer sich nur auf dem eigentlichen Talboden fandenund die Gebirgsrücken in ihrer Gänze unbewohnt waren, konnte keineRede von einer intensiven Ausnützung der Gebirgslandschaft sein. Indiesen großen Subökumenen hatte das Wirtschaftsleben ausgedehnteFlächen zur Disposition, aber wenig menschliche Hände zur Arbeit. Hierkonnte nur eine extensive Wirtschaft rentabel sein, der es nicht so sehrum möglichst hohe Gewinste von kleinen Flächen, als um eine leichteAusnützung großer Flächen zu tun war. Man mußte sich mit einemkleinen Gewinn von der Flächeneinheit begnügen; bei der Weit-räumigkeit des Landes lohnte sich aber auch dieser. Die Ausnützungder Holzschätze an Ort und Stelle zur Befriedigung des lokalenBedarfes( Industrieanlagen und Brennholz) und die großräumigeHirten wirtschaft, das waren die einzigen Formen des wirtschaftlichenLebens, welche den natürlichen Lebensbedingungen, der Volksdichteund der Stufe des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens entsprachen.Damals entwickelte sich in einem unteren Gürtel bei größerer Volks-dichte und relativ zahlreichen, ständig bewohnten Siedlungen auf demGrunde der größeren Täler ein immer intensiver sich gestaltenderAckerbau; in einem höheren Gürtel von Wäldern und Wiesen jedochblühten nur extensive Wirtschaftsformen. Dort legte man lockere undkleine Ortschaften an, zahlreiche nur im Sommer bewohnte Siedlungen.Die Bevölkerung aber arbeitete nur in der Forstwirtschaft und im Hirten-wesen. Wie ausgebreitet die Viehzucht im Hochgebirge noch in nichtferner Zeit war, beweist der Umstand, daß die noch lebenden alten Hirtenvon drei Gemeinden( Karlowitz, Hrozenkau und Halenkau) im oberstenBečwatale sich an dreißig große Almenhütten erinnerten, von denen jededrei bis viermal größer war wie die größte der heute existierenden.
4. Die Hochgebirgskolonisation. Hand in Hand mit derimmer schneller vorwärtsschreitenden Verdichtung der Bevölkerung