Heftrand
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VOLKSKUNDE IN ÖSTERREICH
NACHRICHTENBLATT DES VEREINES FÜR VOLKSKUNDE
Jahrgang 1
Wien, Januar 1966
NACHRICHTEN DES VEREINES
Folge 1
Einladung
zu dem am Freitag, den 28. Januar 1966, um 18 Uhr im Hörsaal des Öster-reichischen Museums für Volkskunde, Wien VIII, Laudongasse 19, stattfin-denden Vortrag von
Dr. Harry KÜHNEL
Archivdirektor der Stadt Krems
Das Weinbaumuseum in Krems an der Donau( mit Lichtbildern)
Unter den volkskundlichen Sammlungen Europas nehmen die Weinbaumuseen,deren es acht gibt, eine besondere Stellung ein. Das im Jahre 1928 von Stu-dienrat Dr. Hans Plöckinger in Krems gegründete Weinbaumuseum ist das ein-zige dieser Art in Österreich, in dem alle nicht mehr gebräuchlichen Gerätedes Weinbaues, des Winzerbrauchtums Glossar ::: zum Glossareintrag Winzerbrauchtums, des Hüterwesens und der Kellerwirt-schaft zur Schau gestellt sind. Darunter befinden sich Objekte, die vielfacheine qualitätsvolle künstlerische Ausschmückung erfahren haben, wie etwa diegeschnitzten Faßböden. Selbst eine Künstlerpersönlichkeit wie Martin JohannSchmidt wurde verpflichtet, hat er doch 1778 die Zunftfahne des Binderhand-werks mit der Darstellung des Noe bei der Weinlese gemalt. Wie sehr derzeitMuseen mit dieser Zielsetzung und Aufgabe im Vordergrund des Interessesstehen, beweist die Tatsache, daß auch in den Oststaaten Gründungen beab-sichtigt sind.
Eintritt frei!
Dr. Klaus Beitl
Generalsekretär
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Gäste herzlich willkommen!
Univ. Prof. Dr. Leopold SchmidtPräsident
Im Herbst 1965 erschien aus der Feder des Vortragenden ein vorzüglich ausge-stalteter, reich illustrierter Führer durch das 1963 neuaufgestellte" Weinbau-museum in Krems an der Donau"( 23 Seiten, 20 ganzseitige Abbildungen), aufden hier ausdrücklich verwiesen sei und der vom Kulturamt der Stadt Kremsbezogen werden kann.