14A U S S T E L L U N G E NDauerinterventionmassiv unsichtbar.Erinnerungsprojektzum LuftschutzbunkerSchönbornparkAb 25.10.2025Eröffnung: Fr, 24.10.2025, 17 UhrMitten in der Josefstadt befindet sichein massives Kriegsgebäude, errichtetim Rahmen des nationalsozialistischen„Führer-Sofortprogramms“ zum Schutzder Zivilbevölkerung im Zweiten Weltkrieg.Eine wesentliche Eigenschaft einessolchen Baues ist Unsichtbarkeit. Diesegeplante Unsichtbarkeit hat sich bis indie Gegenwart fortgesetzt, wenn auchverändert. Oftmals wissen Menschennicht, wo denn im Schönbornpark derBunker sein könnte. Der Umgang mit diesemunsichtbar gemachten Gebäude seit Endedes Zweiten Weltkrieges steht beinahebeispielhaft für die Aushandlungen undErinnerungsprozesse zu Weltkrieg undNS-Vergangenheit in Österreich. In Stadt-und Raumplänen und in der alltäglichenWahrnehmung wurde das Kriegsgebäudeunkenntlich, durch Pflanzen kaschiert,die Fassade verziert, das Flachdach zumSpielplatz.Das Volkskundemuseum sah im großflä-chigen, unmittelbar benachbarten Gebäudebereits ab den späten 1940er-JahrenRaum und Erweiterungspotenzial. Ab den1970er-Jahren war der Luftschutzbunker Teilvon Plänen eines neuen Museumskomplexesim Schönbornpark. Die Umsetzung schei-terte zwar, dennoch wurde das Museumoffiziell Nutzer und der Bunker 1981 zumMuseumsdepot. Der ursprüngliche Gebäu-dezweck wurde nicht mehr thematisiert undhinterfragt.Mit dem Projekt„massiv unsichtbar“setzen wir es uns zur Aufgabe, demUnsichtbarsein des Bunkers entgegenzuwir-ken und die historischen Zusammenhängeebenso transparent und nachvollziehbar zumachen wie die Prozesse des Verschwin-dens. Vor Ort im Schönborpark erzeugenvisuelle und akustische Elemente Aufmerk-samkeit, eine vertiefende Auseinanderset-zung mit Gebäude und Geschichte stellt dasVolkskundemuseum online zur Verfügung.Gefördert von der Kulturkommission Josefstadtund mit freundlicher Unterstützung der WienerStadtgärten.Konzept und Inhalt: Magdalena Puchbergerund Maria Raid, Volkskundemuseum WienGestaltung, Website und Audiosignal:althaler+ oblasser, büro für grafik und medienPlanung: mönkemöller und kreppel,architekturbüro ziviltechnikerOrt: Schönbornpark, 1080 Wienmassivunsichtbar.atMassiv immersivMit einer mehrkanaligen, begehbarenKlanginstallation unternimmt Florian Kmetim Rahmen des Erinnerungsprojekts massivunsichtbar den Versuch, den Ort, der in denletzten Jahren des zweiten Weltkrieges einPlatz der verdichteten Gefahr, Bedrohungund Beklemmung war, klanglich zu bearbei-ten und zu belüften.Für die Projekthomepage entsteht einVideorundgang, der die Betrachter:innenmit einer eigenen Klangebene durch denBunker begleitet.