60• 3/2025 AUSSTELLUNGEN9Das Kranke(n)hausWie Architektur heilen hilftBis So, 31.8.2025Der Krankenhausbau hat als architekto-nischer Typus eine lange und komplexeEntwicklungsgeschichte, die von rasantenmedizinischen Fortschritten angetriebenwurde. Im 20. Jahrhundert dominierten dieFaktoren Effizienz, Ökonomie und Flexibilitätzunehmend die Planung und Gestaltung.Kliniken mutierten zu hochtechnisiertenMaschinen. Wesentliche Bedürfnisse undEmpfindungen von Kranken, ihrer Ange-hörigen und der Menschen, die im Kran-kenhaus arbeiten, gerieten dabei in denHintergrund und die daraus resultierendenpsycho-sozialen Konsequenzen wiegenschwer. Die aus Nordamerika stammendenund auch in Europa erfolgreich adaptier-ten Ansätze einer„Healing Architecture“befördern seit einigen Jahren die Debatte,den Krankenhausbau zu reformieren, denMenschen wieder in den Fokus von Entwurfund Planung zu rücken und gesundheitswirk-same Architektur(Evidence Based Design)einzufordern. Die Ausstellung will Anstoß undAnregung für dieses Umdenken sein.Im Zentrum stehen dreizehn herausra-gende internationale Projekte sowie sieben„Wirkstoffe“ heilender Architektur, welchedie Ausstellung auch strukturieren. Film-produktionen und Zeichnungen machensichtbar, wie und wo genau ihr Einsatzals gestalterische Instrumente zu einemEvidence Based Design und damit einerheilenden Architektur führen kann.Kurator:innen: Tanja C. Vollmer,Andres Lepik und Lisa LukschEine Ausstellung des Architekturmuseumder TUM auf Einladung der WSEOrt: Otto Wagner Areal, Pavillon 1Öffnungszeiten: Di bis Fr, 10 bis 17 Uhr,Sa, 14 bis 17 Uhr und So, 11 bis 17 UhrEintritt freiAusstellungsansicht im Pavillon 1am Otto Wagner Areal.Foto:© Markus Wache