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gestaltet; nach der Bemalung erfolgt die Härtungder Figuren durch ein Leimbad. Neben den bibli-schen Figuren verdienen die beiden Bauern in ihrertrachtlichen Kleidung und der Rauchfangkehrer inseinem Arbeitsgewand, das an die Knappenkleidungerinnert, besondere Beachtung. Der Striezelträger,der einen 28 cm langen Striezel in den Armen hält,weist auf das nordöstliche Böhmen hin, wo besondersin Wildenschwert, Kreis Landskron, der Striezel-brauch und leimstaffierte Figuren zu Hause sind.
Figuren 20-24 cm hoch, Striezelträger 38 cm hochWildenschwert, Kr.Landskron, 19. Jahrhundert.Inv.Nr. 7.521 7.649, Coll. Josef Littman, Bud-
weis, erworben 1897.
3. Bemalte Holzfiguren. Die Figuren stammen vonverschiedenen Schnitzern und wohl auch von ver-schiedenen Krippen der Budweiser Gegend. Die pri-mitiveren Glossar ::: zum Glossareintrag mitiveren Figuren weisen richtige Krippenstellungenauf und sind mit ihren Pelz- oder Schwammrundkappendem Böhmerwaldgebiet zuzuordnen. Die zweite Gruppesind gute Darstellungen der Marktgeher%; typisch fürdie Landbevölkerung sind die Langröcke der Männer,während der Kurzrock und die Trageweise des Obst-trägers und die Goldhaube der städtisch gekleidetenFrau auf das benachbarte Oberösterreich weisen.
Von besonderer Einprägsamkeit sind die manieristisch gestalteten Hirschfiguren, die im Künstleri-schen kein Gegenstück unter den anderen Figuren ha-ben.
Figuren ca. 20 cm hoch.
Budweis, 19. Jahrhundert.
Inv.Nr. 7.521- 7.649 wie bei 2.
4. Ritterfiguren einer Weihnachtskrippe. Diese35 Figuren, die mit wenigen Ausnahmen der Ritterzeitangehören und durch einige Germanen, römische Sol-daten und Mohren Glossar ::: zum Glossareintrag Mohren ergänzt werden, konnte sich nurein romantischer Schnitzer im Geiste Richard Wag-ners ausgedacht haben. Aber auch dies ein Parade-beispiel von Beeinflussungen der Krippe von außen