24 Julius Dutkiewicz
» Junges Ehepaar aus Berhometh
am Pruth<<,>> Geiger«,» Cymbal-musikant<<, Ostgalizien
( heute: Ukraine) 1880er- Jahre
BILDKAPITEL- VERBREITUNG UND RETUSCHE
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BILDKAPITEL- VERBREITUNG UND RETUSCHE
25* Julius Dutkiewicz
>> Junges Ehepaar aus Berhometh
am Pruth<<, Berehomet( heute: Ukraine) 1880er- Jahre
26* Julius Dutkiewicz>> Geiger«<, Ostgalizien( heute:Ukraine) 1880er- Jahre
IV
wird
R. F. Kaindl: Die luchzeitsfeier hei den Kuthenon in Berbometh am Pruth( Bukowina).
Al 3 undKopfschmuck der Brant milBrkranz und diePelzmitze des Brautigaalt den Kränzchen.
vor
Nach dem Mable wird
wieder gesungen, on-
tor Gevangen wird
Abschied genommen.
b
nd singend kehren
die Betan in die Hiu-ser, von denen sieausgegangen waren.zurück. Dort anglangt, setzen sie sich
wieder 20 Tische,trinken undessen,llierauf wirdbis spät in die NachtKetanzt. Hiermit an-digt der erste Toilder Hochzu.
Iné
Am nicluten Morgen, dem eigentlichen Hochzeits-lage, logon Iräutigam and Braut ihre schönsten Ge-wänder an und bereiten sich zur Trauung vor. Indesneversammeln sich auch die Giude und treffen Vorbereitungen für die Fahrt zur Kirche. Die Trauung findeltet in der Kirche james Dorfes statt, in welchem dieBrant daheim int. Wahrendvor dem Hauxe dia br-spannten Wagen oder Schlitten stehen und bier sal donBräutigam, se Anverwandton und Gäste, dort aul disliraut und ihren Anhang warten. spielt sich in beidenHäusern eine schöne und deutungsvolle Zeremonie abdemAufBeden der Wohnstche( Fuß-labmgeschlagenerbüden aux Brottern gibt es in diesen Bauernbütten nicht)For der datlicban Wand, an welcher die Heiligen-bilderbangen und der der Rutbene stats seineGebete verrichtet, cin großer wollener Katzen"( Tappich)ausgebreitet und auf derselben ein Poister gelagi.Gaste stellen sich um diesen Kntzen im Kreise autwahrend der Brautigam( die Brant) auf denselben tritt.auf die Knie fällt und den Kopf auf das Polster nieder-beugt. Nou hall, einer der Anwesender an die Ver-* ammelten lolgende Ansprache, proszcza( d. h. Verzoihung]genannt: Im Namen des Vaters, des Sobnes und deshl. Goistoa, Amen. Guto Leute, rochtgläubige Christen,ich will mich von Gottes Werken erzählen. Was balGott zu allererst auf dieser Welt erschaffen, womit halGott den limmel geschmückt? Galt hat den Himmelmit der Sonno, dem Monde und den Stereon geschmückt.Womit hat Gott die Erde geschmückt? Goft hat dieErde mit Tieren, Gewächsen, Bergen. Tälern, mit ver-schiedenen Vögeln und touren Gegenstanden geschmückt.Dangle Gott: Was ist an dieser Welt, wenn es aufder Erde keinen Kasser( 1errscher) gibt Gott arschuldaber Ads und machte denselben zumKaiser aufErden. E kamen zu ihm Tiere, es kaanen zu ihm ver-schiedene große und kleine Vegel und huldigten ihm-Was ist anwie anam Kaiser. Du sagledieser Welt, wenn der Mensch allein ist!" Und Gottsundte Adam einen Traum.Dann kam Gott zu Adam
ilerr
and sprach:" Adam, Adam, steb auf und eb, wax nebendir liegtAdam standdie ganze Welt nicht, ab und freute sich über
so, wie aber wie große Hellerin
reben sich. Darauf fubr Gott forthabe
nicht
soo dondon Knochen deines
Adani
Adam, ichgenommen,domit der Mann nicht geringer( an Verstand] als dasWeib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib sei. Auch habe nicht vor den Knochen deinesArmes go
ich nich
damit der Mann ebenfalls nicht( an
Starke) unter dem Weibe Glossar ::: zum Glossareintrag Weibe alehe. Ebensowenig habe ichvon den Knochen deiner FaBe genomen, daseit derMann sein Weih nicht umsonst erniedrige, denn das istSünde. Ich haba, Adam, vielmehr vor den Kocchendeiner Rippen aus der linken Seile gerade unter dem
llerzen genominen, damit dieses Kind, diese liebe Geni
aurem Schwiegersohn herzlich lieb sei. Ex vorbeugt sichdianes Kind und neigt weizen Kranz vor dem väterlichenSenhle, vor dem Herrgott, vor der kenschesten MutterGotion, dem ahrwürdigen Tische( dem Altar). vordem Vater und vor der Mutter. vor den Ibrüdern unddern undvor den Schwestern, vor den Trauungszeugun and forden Trauungszeuginnen, vor den Onkeln und vor denTanten, vor allen Verwandten, vor allen Nachbarn undvor euch allen guten Christen gleich einer Kerze vorden llailigenbildern. Ile Kerze leuchtet und loxiert undverscheucht mit dem Favor den Feind, und dieses au-orwählto Kind erbittet sich Verzeihung Vor allemerhittet an sich von Ciott Vergelinng und verbergt sichTor queh. For ench verbeugt aus sich und euch bittet, daß ihr, gute Christan, ihm verzeihet und es segnel,dab ibr alle, guten Christen, ila zu Glock, zur Gesundbeit und zu langen Leber verhaltet; de ihr sie( nämlich Beñutigam und Braut) in einer glücklichenStunde und auf einem langen Wege hinziehen usual,Und zum zweiten Mal erbittet sich dieses Kind cureVerzeihong damit ihr alle Christen ihm von gutomHerzen verzeibal und es segnet. Und sum dritten Malo,damit ihr diesem Kinde im Namen Gottes vorzeihetAuf jede dieser drei Hilte unVerzeihung** soghetantworten alle Anwesenden im Chor: Mage Gott ibbenverzeiher, möge Gott sie regnen.n. Sodan fährt derVorsprecher fort Ich wünsche diesem AuserwähltenKinde allererst Glück und Gesundheit, dall ihm Gottund Salz, in gutes Zusammenleben und ein langeLeben verleibe, daß wie( due BrautBrautlente) schon wie derFrühling, stark wie der Wister, reich wie der llerbal.satt wie der heilige Erdbaden seian, und daß ihnen tiett
Brot
Alle
gebe, was sie sich von ihm erbitten werden; dalsie einander van die Tauhan lieben und daß sie gleichden uten schnell seien. Nicht groß ist dieses Wunder,nicht schaden würde ein Glas Bier; nicht viel tiorado worhier zu hören ein Glas Branntwein würde nicht atoren."Nach Beendigung dieses trauchos erfolgt der Auf-bruch zur Kirche, undzwar getrennt
TO
Hause des Brautigatosund der Brant( iewäbn-lich geher der Bräuti-gam, eine männlichenAngebrigen und Gästezu Fuß, während dieBraut und die anderenweiblichen Hochzeits-teilnahmer fahren. Auldem Wege zur Kirchewirdwim ununterbrochen
gesungen und musi-ziert. Eins dienor Lie-der lautet: He, wohin
sendet ihr uns, in den
Wald, in den linsterenWald oder ins tioltes-Weder in den
Wald, noch in den fin-teren Wald, sonderine Gottabaus! AmSonntag( Donnerstag]früh braust das Mearaber nicht das Meerbraust,untersinktvielmehr die Braut. Esuntersink die Braulund ruft ihren Vater
Abb. 3. Junges Ehepaar an>Berhemeth am Prath.
Der Mann trägt abgel eingesticktes Sebapftuch.Der Kopf
der Frau ist mit den Weiberkapfputa Glossar ::: zum Glossareintrag Weiberkapfputa
aus-
kleine
Handtuch bedeckt. DasKind ist nur das um-gudele Beind
F. Kind: Din linchzeitsfeier hai don Ruthenen in Berbometh am Prath( Bukowins).
A& Gelger.
zur life: Du Last, Vater-chen, meine land, de hast,Vaborchen, beide, rette mich!.-Nicht mein Wille, Söhnchonthier Tächterchen), int
dich zu retten, sondern jamesllerra mit dem du gelemntwirnt.. Sind die Züge vorder Kirche angelangt, nowird unter anderen folgendesLindchen Resungen:.DerPope ist nicht zu Haus, flugins Stadtchen( nach Lomborg) ans,Schlüssel cinxkaufen,Kirchon-pertehen zu öffnen und dasjungo Pärchen zu trauen.Trintsich. Jn bei derIn bei derKirche min kettler, etwa einhlinder
der Liraykit, so wirder wohlwollend beschebeschenkt
Inzwischen wurde
сеdie
irche genet, die beiden
Kirche
Hochzeitszige betreten die-
Llama
selbe, und der Pfarrer voll-ziebt die kirchliche TrauungBei derohen trachtet dieRufFrant dem Bräutigamden Fuß zu treten. un in der Ele ihren Mann statebeherrschen zu können".Nach der Trauung kehrtder Bräutigam mit seinen Güxton in das aus seinerEltern die Braut aller, hegleitet von ihrem floebzeiteZagre in das deribrigen zurück. Auf den Wego wirdauch jetzt fortwährend tusiziert und gesungen, auchgetanzt, llei, wir waren in der Kirche. haben wasdort gevahen Zwei Krunze auf dem Altare, auf deindeloKopf des jungen Paares" od bnlich lauten die ob-lichen Liedeben. Vor den läusern angekommen, singendie Gäste:„ Komm heraus zu soir, mein Vater, ob dujetzt mich erkennen wirst unter meinen lieben Gistanund in meinen reichen Tranen? Wormen kommst dunicht, mein Vater; warum fragst du nicht, mein Vater,ab wir mitgegangen waren, oh wir Glook zur Heisehatten. O, wir reisten glücklich, Vater; denn wir sindgotrant worden.
BAI
Lei und kaufet dem Kodasz ein l'lerd. Der Kodasz hatos wohl verdient, daß er einmal reiben kann. Elopp.hopp, happ! An der Zimmerschwelle Leit dem Zugedie Hausmutter entgegen und egnet den Trintigam( dis Braut) unter barreichung von zwei Koletzchen( gellochtene Weisankuchen med einem Stück Salz-lierauf halt der Zug unter steter Wiederholung descben angeführten Lichens in die Stube, zieht dreimalut den vor derBilderwondwand stehenden Tisch, auf welchemKolatachen and Salz aufgestellt sind, und bleibt endlichsu steben, daß der Bräutigam( die Brant) a dem erstendem erstenFlatze heim Tische za stehen kommt und hier auchPlatzUnter Absingung denPlatz nimmt.des LiodobenzImmergrünblätter lagen; sende tightGott den Segen, und auch ihr,Vater und Mutter,Begnet euer Kindind biar, daß onBen glücklichwerde", setzen sie alla um die uulgestellten Tische undpreaben den Speisen und Getrunken zu,Baonwieder gesungen und getanzt, bis der Bräutigam denBefehl zum Aufbruchruch gibt, um die Braut zuzu belen,Ileim Auszug aus dem use singen diedie Begleiterdes Bräutigam folgendes Lied Die Mutter geleiteteden Sohn auf den Weg und schärfte iban dabei ein:Trinkemein Schneben.Shneben nicht das erste tilas( minlichbei der Braut), denn das erste Glas ist hehext"is ex Gießdabor, mein Sohneben, dem Pferde auf die Mähne.In Plord wird erbeben und den llexectrack abschülleln:dns Pferd wird hin und her rennen und den llexentrankvorlieren." Während der Fahrt zur Braut wird eine
B
wird
Reihe von Lindern gesungen, von denen eius lautet:„ Üher der Stadt Stanislau haben zich Wolken zusammengezogen; über der Stadt Snistyn haben drei Donner( sa) eingeschlagen; über dem Dorfa Derbometh ist einfemer Regen medergefallen. Dor Bräutigam ist besorgt.wer ihm das Pferd verborgen werde. SaiSai nicht besorgt,Brautigam, die Braut wird dir das Pferd versteckenantor den Flugeln des Adlers, unter dieFederiRoldenenunter den ergrünkranz, unter das duftige Tlaxilienkemut." Vor dem llanse der Braut wird unter anderenfolgendes 1.irdebongesungen: Immergrünblätter Ingen.Folken( Bräutigum und seine Begleiter) sind ans fremderGegend borgeflogen. Stehet nut ihr Schwalben( dielutjungfranon, walehe he der Braut am Tische sitzen).dal de Falken sich niedersetzen können." Sodann be-treten die Fahrer des Bräutigams ohne diesen das Haus.Die Brautjungfern Glossar ::: zum Glossareintrag Brautjungfern.
welche zusammen mit
der Braut und den an-
deren Gästen derselbenhei Tische sitzen, be-wirten die Führer deBräutigams eit Brann-Darauf singersin: Immergrünblätterlagen; an immel intheller Mond auf derEnde ein hübscher Braut-
Der Einzug des Ilochzeitszuges in das Haus geht inIngender Weise vor sich. Jeder Teilnehmer desselbenniment in die Rechte ein mit bunten Woll Faden gesticktenSacktuel( verd( vereaika)und la seinen Nachbar einen Zipfeldesselben ergreifen. Auf diese Weise bilden alle eineInnge Kette, An deren Spitze der erste Brautfebrer( wataszela) trill.Thin folgen: dor Trauungszeuge,dieTrauungszeugin. der zweite rautfahrer, der Brautigam( din Braul); ferner im Zuge des Bräutigams die Licht-halterin, in jenom der Braut die Brautjungfern Glossar ::: zum Glossareintrag Brautjungfern: sodanndie Bojaren, die anderen Hochzeitsgäste und endlich derKutscher, walchar den bräulichou Wagen zur und Tonder Kirche geleckt hat und als Kadasz 4d.h. der letzte)bezeichnet wird. Der Watassels, welcher mit ler Linkenlas Sacktuch, in der Rechten einen Stock bält, bekreuzimit letzterem die Tar des Vorbauses und führt sodannden ganzen Zug in dasselbe hinein. Dali stamplen alleamit den Fußen and singan Hoppa, bappa. hoppaschs, knowverliert nicht den Kadasz! Steuert je einen( iroschen
Die Lyn in eine überaus einfache Drehorgel, mit dereninnigen Weise die beltellen Volkesknger ihren( lenggleiten. Interessante Mitteilungen Bber dieselben bietet.natiukio Etaograflexuvj Zdrnyk der Sevenka Gosellschaft 1.( Lamberg 1890).
) Die Matte massit
offenbar den Soha vorwinem Liebes- oder Zuubortrank, der ihn xur bile-lem Ergebenheit gegennbarseinem Welbe zwingen
" nislau und Snia-
Iyn sind Hälte im becach-arten Ostgalizlen; vonJenen Gegenden sinil vieleder Bukowie Rothenensingewander l'aten wirdin vinem Led LambergAlanat
專屬
Aldamhsmak.
Berkometh
a. Punk 1895.
J. Dutkiewier
Berke
KOLOMYI
27 Julius Dutkiewicz>> Spielleute aus Markowa( B[ ezirk]:Horodenka)<<, Ostgalizien( heute:Ukraine) 1880er- Jahre