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Hieb. Stich. Schuss : Waffen in der Sammlung des Volkskundemuseums ; [Katalog zur Ausstellung ... 27. Juni bis 17. November 2013]
Entstehung
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Aus Schmieden und Schlossern entwickelten sich weitere Hand-werksformen, die für das Herstellen von Feuerwaffen essentiellwaren. Laufschmied, Schlossmacher und Büchsenschäfter stell-ten Einzelteile der Gewehre, Musketen und Pistolen her, die derBüchsenmacher in Präzisionsarbeit zusammensetzte. Er schossdie Waffen auch ein.

1551 wird in Ferlach der erste Büchsenmacher erwähnt.Die Gründung der Büchsenmacherzunft erfolgte im Jahr 1635.Auch in Steyr gab es im 16. Jahrhundert erstmals Büchsenmacher.1661 wurde die erste Büchsenmacherzunft in Wien gegründet.Die Wiener Büchsenmacher entwickelten im Barock aus demfranzösischen Schaft und Flintschloss mit spanisch- goldenenBeschlägen und blau- goldenen Läufen ihre begehrten Feuerwaffen.König Karl hatte aus dem Spanischen Erbfolgekrieg( 1701-1714)prunkvolle spanische Waffen mitgebracht. Diese inspirierten diein Wien ansässigen Büchsenmacher zu ihren Kreationen.

Eine gute Waffe zeichnet sich durch ihren Lauf aus. Um denFlug der Kugel zu stabilisieren, wurde der gezogene Lauf hergestellt.Der Damastlauf ist ein Zeichen großer Schmiedekunst.Blankwaffenschmiede beherrschten die Kunst, Damaszener Stahlzu fertigen, und haben vermutlich auch die ersten Damastläufefür Gewehre hergestellt. Dabei wurden Eisenbänder aus hartemund weichem Stahl zusammengeschmiedet, um die verschiede-nen Eigenschaften wie Härte und Flexibilität im gewünschtenVerhältnis zu vereinen. Das ermöglichte, allmählich die Wand-stärke der Läufe zu verringern und ihre Länge zu erhöhen.Da all diese Arbeitsvorgänge aufwendig und nur mit hoherKunstfertigkeit zu bewältigen waren, kamen solche Waffenausschließlich für Jagdzwecke oder als Prunkwaffen in Frage.Neben gewissen Unterschieden der verschiedenen Schulensetzte sich im 18. Jahrhundert der glatte oder nur seichtgeschnitzte braune Schaft mit Beschlägen durch. Barockor-namente wurden ab 1730 zu Rokokoformen und gingen imKlassizismus um 1750 in glatte Beschläge über.

Der Vormärz brachte wieder reichere Verzierungen.

Die große Blüte der Wiener Schule war im 18. Jahrhundert.Noch um 1800 gab es in Wien 18 Büchsenmachermeister.

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