EINLEITUNG
EINLEITUNG
Die Diskussion um Waffen ist von Kontroversen geprägt. VonSammlern und Liebhabern geschätzt, als Teil der Ausrüstunggetragen oder in der Freizeit verwendet, werden Waffen durch-aus positiv gesehen. Große Teile der Bevölkerung in Mittel- undNordeuropa aber haben keinen Bezug zu Waffen. Sie spielen inihrem Leben kaum eine Rolle und dringen nur dann ins Bewusst-sein, wenn ein Amoklauf oder Familiendrama die Schlagzeilenbeherrscht. Automatische Feuerwaffen, die eine rasche Schuss-folge ermöglichen, weist die Sammlung des Volkskundemuse-ums nicht auf.
Neben den umständlich zu ladenden Vorderladern finden sichverschiedene Blankwaffen in der Metallsammlung.Assoziationen mit ritterlichen Helden, der Tafelrunde um KönigArtus und Filmproduktionen der letzten Jahre, wie Herr derRinge, lassen einen fantastischen Kosmos rund um Schwerterund Dolche entstehen, der die realen Relikte, wie sie auch imVolkskundemuseum vorhanden sind, umgibt.
Und wie sieht die Realität aus? Gefochten wird heute auf Wett-kampfbasis oder in manchen akademischen Verbindungen. Mi-litärisch sind Blankwaffen nur mehr von geringer Bedeutung, biszur Erfindung der Feuerwaffen aber waren sie kriegsbestimmend.Es gab neben Schwertern, Dolchen und Panzerstechern Streitäxte,Morgensterne und vieles mehr. Ritter hatten für ihre Ausrüstungselbst aufzukommen. Das erst machte sie zu einem elitären Zirkel.
Die Liebe zu Fernwaffen spiegelt sich in 22 Schützenvereinen wider,die alleine im Wiener Vereinsregister aufscheinen. Freizeitsportlertrainieren an den Schießstätten und bestreiten Wettkämpfe.
Anhaltender Beliebtheit erfreuen sich auch Paint Ball undVideospiele militärischen Inhalts. In psychologischen Studienwird immer wieder vor dem Sinken der Hemmschwelle, Gewaltanzuwenden, gewarnt. Das Schießen mit Farbbällen soll
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