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Hieb. Stich. Schuss : Waffen in der Sammlung des Volkskundemuseums ; [Katalog zur Ausstellung ... 27. Juni bis 17. November 2013]
Entstehung
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SCHÜTZENVEREINE

Die ältesten Belege von Schützengesellschaften in Österreichstammen aus der Zeit der Babenberger. Die erste Schützen-gesellschaft in Österreich wurde in Klosterneuburg gegründet,wo Herzogin Elisabeth 1303 verordnete, dass drei Salzstöckeals Preis( Best) den Siegern zuerkannt werden sollen. Auch fürWien gibt es schriftliche Belege, dass von 1618-1648 alljähr-lich ein Salzschießen" veranstaltetet wurde.

Die Ausbreitung des Schützenwesens ging mit der Entwick-lung von Städten einher. Sie war Ausdruck des bürgerlichenSelbstbewusstseins, das sich um 1300 entwickelte. Die Bürgersetzten mit dem Scheibenschießen einen Gegenentwurf zu denadeligen Turnieren.

Bogner und Pfeilschnitzer hatten im Wien des 13. Jahrhundertseine besondere Stellung. Sie bewachten und verteidigten als ersteScharfschützen die Ringmauer, wohnten in der Nähe der Hofburgund waren von der Schatzsteuer befreit. Ab dem 14. Jahrhundertmusste der Waffendienst an der Ringmauer von allen Bürgern er-bracht werden. Die Ausnahmestellung der Bogner nahm damitein Ende. Schon am Beginn des 14. Jahrhunderts wird einevon den Bognern getrennte Schützengesellschaft erwähnt, dieden Hl. Sebastian als Patron verehrte. Die erste urkundlicheErwähnung des Schützenmeisters erfolgte 1305. Es war der WienerStadtrichter und Mitglied der Schneiderzunft, Meister Perchtold.

Im Salzkammergut ist das Schützenwesen seit dem Spät-mittelalter nachweisbar. Hier wird noch mit der Armbrustgeschossen. Eine weitere Besonderheit stellen der Zieler imNarrengewand, der durch übermütige Sprünge die Anzahl derTreffer anzeigt, die Knaben mit den seidenen Bestfahnen unddie Musiker mit Schwegelpfeifen und Trommel dar, die eben-falls die Treffer intonieren. Das Können der Schützen wird inSchießkonkurrenzen verglichen, zu denen man traditionellüber den Hallstätter See anreist.

Lange Zeit standen die Schützenvereine im Verdacht, militäri-schen Übungen zu dienen. Die Entwicklung der Sportwaffen nahmaber einen völlig anderen Verlauf als die der militärischen Waffen.

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