Eine Geschichte haben aber alle» jüdischen Dinge<<gemeinsam: Sie verweisen auf die Katastrophe der Schoa. Diesbetrifft nicht nur die» bedenklichen Erwerbungen«<, sondernalle Objekte, auch jene, die durch die Patriotische Kriegsme-tallsammlung ins Museum kamen. Die Synagogen, in denendie Leuchter hingen, existieren nicht mehr, die Gemeinden, indenen die Mazzot gegessen wurden, sind ausgelöscht; das Haus,an dem die Mesusa hing, wird nicht mehr von einer jüdischenFamilie bewohnt; der Kidduschbecher und das Besamim-Türmchen können nicht mehr in der häuslichen Zeremonie zuSchabbat verwendet werden; die Chanukka- Leuchter werdennicht mehr angezündet, das Schofar nicht mehr geblasen. IhreBesitzer/-innen sind in alle Welt verstreut, wurden ermordetund alles, was von ihnen blieb, sind Dinge ohne Erinnerung.Die Ausstellung will die Geschichten dieser Objekte, so weitwir sie recherchieren konnten, erzählen, die Objekte sprechenlassen und ihnen dadurch wieder eine» Erinnerung<< geben.
Etlichen Personen ist für die Realisierung dieses Ausstel-lungsprojektes zu danken: Margot Schindler hat als Direktorinunser Projekt, mit Studierenden eine Ausstellung zu gestalten,von Anfang an unterstützt. Dank ihr konnte auch dieser Katalogin der vorliegenden Form produziert werden. Dagmar Butter-weck, Elisabeth Egger, Herbert Justnik und Claudia Peschel-Wacha ist in ihrer Funktion als Sammlungsbetreuerinnen und-betreuer zu danken- sie haben ihr Wissen und ihre Zeit denStudierenden zur Verfügung gestellt. Isabella Joichl hat restau-ratorische Fragen geklärt und die Objekte diesbezüglich bestensbetreut. Hannah Landsmann vom Jüdischen Museum Wienist zu verdanken, dass die Studierenden Einblicke in aktuel-le Vermittlungsformate bekamen und an der Konzipierungund Realisierung eines solchen mitarbeiten konnten. Darüberhinaus danken wir unseren Kolleginnen und Kollegen, die unsmit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen zur Seite standen,
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