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Von Dreideln, Mazzes und Beschneidungsmessern : jüdische Dinge im Museum ; [Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde, 21. Juni 2011 bis 16. Oktober 2011]
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Birgit Johler, Barbara Staudinger

Gesammelt, verräumt, vergessen. Jüdische Dingeim Österreichischen Museum für Volkskunde

Jüdische Dinge in einem Museum, das kein jüdischesist- welche Objekte könnten das sein? Was ist überhaupt ein>> jüdisches Ding« oder» ein gewisses jüdisches Etwas<<? ¹ Ob ein>> jüdisches Etwas«<,>> Judaica<< oder ein» jüdisches Ding<<- dieZuschreibung oder das Attribut, das auf ein für uns wesentlichesMerkmal der Objekte hinweist, werden wir offenbar nicht los.Dinge haben kein Glaubensbekenntnis und doch suchen wirauch im Museum und gerade im Kontext des Jüdischen nachKategorisierungen. Der Begriff» Judaica«< ist dabei wohl dergebräuchlichste Terminus, nach Jens Hoppe wurden damit seitden 1920er Jahren alle Gegenstände bezeichnet, die sich auf Jü-dinnen und Juden bzw. auf Jüdisches beziehen. Zuvor beinhalte-te der Begriff lediglich Bücher zu jüdischen Themen² in Abgren-zung zu den so genannten Hebraica. Hoppe selbst verwendet inseiner Arbeit über» Jüdische Geschichte und Kultur in Museen<<neben der Bezeichnung» Judaica<< auch jene der»> Zeremoni-algegenstände<< für alle Objekte, die im Zusammenhang mitReligionsausübung zu sehen sind.³

1

So eine Ausstellung des Jüdi-schen Museums Hohenems aus2010/2011, in der von den Besucher/-innen mitgebrachte» jüdische<< Ge-genstände ausgestellt wurden.

2

Jens Hoppe: Jüdische Geschichteund Kultur in Museen. Zur nichtjü-dischen Museologie des Jüdischenin Deutschland(= InternationaleHochschulschriften, 393). Berlin,München: 2002, S. 9f.

3 Ebda., S. 10.

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