einer nach 1945 erfolgten Neuinventarisierung( s. nachfolgend)die ÖMV- Nummer 46.595.16 Dass das Museum Interesse an derEntschlüsselung dieser Objekte samt ihrer hebräischen In-schriften hatte, belegen teilweise erhaltene Beschreibungen undÜbersetzungen, die eine nicht weiter bekannte, offenbar mit derhebräischen Sprache und der jüdischen Kultur vertraute Personfür das Museum angefertigt hatte und die heute ebenfalls imArchiv vorhanden sind. Wann diese Objektinformationen erstelltwurden, ob zum Zeitpunkt der Erwerbung der Objekte der Pat-riotischen Kriegsmetallsammlung oder später, geht aus diesenQuellen jedoch nicht hervor.
Neben den Gegenständen aus der Patriotischen Kriegsme-tallsammlung, die erst 1924 ins Haus kamen, sind in den frühenInventarbüchern des Museums noch andere Provenienzen ver-zeichnet. Der erste jüdische Ritualgegenstand stammt angeblichaus Floridsdorf: Das Schofar mit der ÖMV- Inventarnummer3.867 gelangte 1896, also nur ein Jahr nach der Gründung desMuseums, durch Ankauf vom Wiener AntiquitätenhändlerHer( r) nfeld in die Sammlungen." Von diesem Händler erstanddas Museum übrigens über die Jahre hinweg eine Anzahl vonObjekten, darunter auch etliche Judaica. Weitere jüdisch konno-tierte Objekte fanden ebenfalls noch in der k. u. k. Zeit Eingangin die Sammlungen, so die einzigen drei Dreideln, die das Muse-um besitzt, oder auch ein Messer, das aufgrund der auf der dazu-gehörenden Schatulle dargestellten Beschneidungsszene undder Inschrift als>> Beschneidungsmesser«< zu identifizieren ist.18Das Fin de Siècle war die Zeit der» Nationen<< und>> Völker<<. Konsequenterweise wurde das Judentum bzw. wiedieses von außen wahrgenommen wurde, in National- und
16 Zu diesem Objekt s. den Beitragvon Hannah Rögele in diesem Band.17 S. dazu den Beitrag von LauraGozzer in diesem Band.
18 S. zu diesen Objekten die Bei-träge von Jutta Aicher, Katrin Helm,Barbara Paulmayer und Silke Schörgiin diesem Band.
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