für einige Zeit in das Zentrum des Interesses rückt.>> Objekte
im Fokus<< wird sich demnach vornehmlich mit unbekannterenSammlungsbereichen des Österreichischen Museums fürVolkskunde beschäftigen, aber auch mit jenen, die aus anderenGründen in den Fokus aktueller Aufmerksamkeit geraten.
Eine Tagung zur Jüdischen Volkskunde im historischenKontext etwa, veranstaltet im November 2009 in Kooperationmit dem Institut für jüdische Geschichte Österreichs, ließ unsverstärkt nach>> Spuren des Jüdischen im ÖsterreichischenMuseum für Volkskunde<< suchen'. In den Sammlungen han-delt es sich dabei im Wesentlichen um einen überschaubarenBestand an Dingen, die sich mit jüdischer Geschichte inVerbindung bringen lassen und welche im Zuge der Auflösungtraditioneller jüdischer Lebenswelten in den östlichen Ländernder Habsburgermonarchie den Weg von der Profanisierung vonRitualgegenständen, ihrer Wandlung zu Kunstgegenständen,bis hin zu Museumsexponaten gegangen sind². Bis 1938 warensie selbstverständlicher Teil der Schausammlung, verschwandenmit der politischen Zäsur dieses Jahres jedoch in die Depots undwurden selbst bei der Neuaufstellung 1994 noch nicht wiedermit bedacht.
Birgit Johler und Barbara Staudinger kommt nun das Ver-dienst zu, diese Objektgruppe, die im Lauf der Jahrzehnte nochum das ein oder andere bemerkenswerte Stück erweitert wordenwar, ans Licht geholt zu haben. Sie entwarfen eine Lehrveran-staltung, im Zuge derer im Sommersemester 2011 eine Auswahl
1 Margot Schindler:>> Alter Jude,Ton, glasiert<< Spuren des Jüdischenim Österreichischen Museum fürVolkskunde. In: Birgit Johler, BarbaraStaudinger( Hg.): Ist das jüdisch?Jüdische Volkskunde im historischenKontext. Wien 2010, S. 434-455.
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Bernhard Purin: Dinge ohneErinnerung. Anmerkungen zumschwierigen Umgang mit jüdischenKult- und Ritualobjekten zwischenMarkt und Museum. In: Österrei-chische Zeitschrift für VolkskundeXLVII/ 96, 1993, S. 147–166.
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