Bulgaria Bulgarien 31
Mărţişor,
dăruit la 1 Martie
BULGARIEN
Offizieller NameRepublik Bulgarien
HauptstadtSofia 1.332 Mill. Einwohner
Amtssprache
bulgarischEinwohnerzahl
7.680 Mill. Einwohner
Bevölkerungsdichte70 Einwohner/ km²
Fläche
110.994 km²Unabhängigkeit
vom Osmanischen Reich
am 3. März 1878,anerkannt
am 22. Sept. 1908,seit 1990 parlamentarische
Demokratie
Ethnische ZusammensetzungBulgaren 84%, Türken 9,4%,Roma 4,7%, Sonstige: Armenier,Serben, Griechen, Mazedonier,
Rumänen, Aromunen und Pomaken
Religion
Christen 83,7%, davon
bulgarisch Orthodoxe 82,6%,
Muslime 12,2%
Währung
1 Lew 100 Stotinki
Bruttoinlandsprodukt( PIB)pro Einwohner 5.616 EURO
Arbeitslosigkeit
2005 ca. 10,7%
Flagge
ZWEI SYMBOLE DER HOFFNUNG
,, Die Hoffnung stärkt den Menschen"- lautet ein altes bulgarisches Sprichwort.Seit eh und je bekommt jedes Kind am ersten Tag des neuen Jahres eine Survatschka( surov= roh). Das ist eine Rute aus einem Zweig des Kornelkirschbaumes, der ein typ-isches Symbol der Gesundheit bei den Bulgaren ist, weil dieser Baum am frühesten imFrühling blüht. Der Zweig wird in den verschiedenen Regionen Bulgariens mit roteroder weißer Wolle, trockenen Früchten, Ketten von Puffmais oder Bohnen, Perlen undMünzen geschmückt. Früh am Morgen besuchen die Kinder die Nachbarn und schla-gen sie fest mit der Rute am Rücken. Dabei wünschen sie ihnen Gesundheit, Glück undFruchtbarkeit für das ganze Jahr. Dankbar schenken die Leute den Kindern Kekse,Würstchen, Walnüsse und Geld. Früher wurden die Ruten in den Fluss geworfen, damitdie Fruchtbarkeit so reichlich fließe wie das Wasser.
Am 1. März bekommen wieder alle Kinder eine Marteniza- gezwirnte rote undweiße Fäden, manchmal mit Perlen und Münzen verziert. Nach einer Legende stammtdieses alte magische Symbol des Frühlings und der Hoffnung, der Gesundheit und desGlücks aus der Zeit der Urbulgaren. Früher wurden mit Martenizi auch alle Bäumchenim Garten und kleine Haustiere( Schafe, Ziegen und Pferde) geschmückt. Die Marteniziwerden getragen, bis die ersten Störche und Schwalben anfliegen. Dann werden sieunter einen Stein oder auf einem Obstbaum gebracht. Bis heute noch kann man in denöffentlichen Grünanlagen und in den Klosterhöfen Bäume sehen, die voll mit Martenizibehängt sind.