România Rumänien 9
nung, auf dem Gebiet der Statik( Hebel zum befördern und heben von großen Gewichten) und nur ganz amAnfang auf dem Gebiet der Dynamik( zum Beispiel die Entstehung der ersten Mühlen von Tieren in Bewegunggesetzt, den Wassermühlen für das mahlen von Getreide), weiter folgte die mittelalterliche technische Revolu-tion( 9.-14.Jh., die weit verbreitete mittelalterliche Industrie, die die Energie des Wassers und des Windes aus-beutete) und nicht zuletzt die moderne technische Revolution( 18.Jh. die Mechanisierung der Industrie unddie Dampfmaschinen), auf politischer Ebene die Bildung der nationalen Staaten, oder die Integrierung oderSpaltung der Kaiserreiche usw.- erweist sich das Problem der Identität und des kulturellen Andersseins als einäußerst schwieriges.
Falls wir nur auf die letzte Zeitspanne der technischen Zivilisation eingehen würden,( und wir müssenzugeben, das sie sehr wichtig für den ganzen wirtschaftlichen und sozialen Prozess, sowie für die Entwick-lung der Zivilisation der europäischen Völker, ist) und uns nur dem Problem der kontinentalen Verbreitung dertechnischen Erfindungen und kulturellen Modelle, widmen würden,( ein solches Projekt wurde schon vondem Museum ,, Astra" vorgeschlagen, das eines der größten, vielseitigsten und wertvollsten Erbgüter der tech-nisch- instrumentalen Zivilisation Europas bewahrt, es generierte sogar die Schaffung eines internationalenUNESCO- Preises ,, für ein vorindustrielles technisches Erbgut") hätten wir wenigstens zehn Jahre von harterNachforschung vor uns, die folgendes voraussetzen würde: Sachregister, komparative, analytische und syn-thetische Einschätzungen, und das alles projektiert auf eine interdisziplinären Forschung der europäischen,kulturellen Geschichte, auf der Suche eines gemeinsamen Nenners", desjenigen der Europäischen Identität.Aber jede Kategorie von Artefakte der Kultur der europäischen Völker( um im Rahmen des materiellenErbgutes zu bleiben), gleichwie ob vom technischen Instrumentarium oder Lebensmittel instrumentarium, Mö-belinstrumentarium oder Volkstracht, Verkehrsmittel, dekorative Textilien oder Gebrauchstextilien, Keramik,Werkzeuge aus Holz oder Metall, Musikinstrumente, Ikonographie oder religiöser Holzschnitzerei, Kinder-spielzeuge oder Spielanlagen die Rede sein würde, hier geht es um die gleiche Nachforschung wie im Falleder Volkstechnik, oder jene der Frühjahrsarchitektur( wir beziehen uns hier auf die zu einer Bauernwirtschaftgehörenden Anbauten, wie Sommerküche, Schoppen usw.), jene der religiösen Gebäude( Holzkirchen odergemauerte Kirchen, Triptycha aus Holz oder Stein, Grabstätte).
Das komplementäre Gebiet des kulturellen, immateriellen Erbgutes, absolut untrennbar von demoben angeführten, materiellen, dessen Bewahrung und Beschützung vom UNESCO- Abkommen vom 17.Okt.2003 ausgerufen wurde, ist ein ernster Mitspieler in der Thematik des Erbgutes, da sein Beitrag hervorragendist( sei se die Rede von Volksliteratur, Musik, Choreographie, Bräuche, alle Erzeugnisse, die von den verschie-denen Handwerken überliefert wurden und deren Zweck dekorativ war- Volkskunst), für die Bestimmung dereigenen ethno- kulturellen Identität jeder ethnischen oder religiösen Gemeinschaft im einzelnen und alle zu-sammen für die europäische Gemeinschaft.
Hermannstadt als Gaststadt, im Rahmen des Programms„ Kulturhauptstadt Europas" dieser außeror-dentlich suggestiven Ausstellung, Anfang Mai 2007, könnte ein guter Anfang sein, und gleichzeitig eine Gele-genheit für Fachleute, Regierende und Diplomaten der ausstellenden Länder( die bei der Vernissage zugegensein werden), Gespräche zu beginnen, die zu diesem gemeinsamen Projekt führen könnten, von einer großenKomplexität, dem der Definierung der kulturellen europäischen Identität, ein Projekt, das wir mit einer Bestei-gung der Everest vergleichen könnten.
Aber, wie bei jeder Bestleistungserzielung, wichtig ist, sich hartnäckig zu wünschen und sich entspre-chend vorzubereiten, sich den Arbeitskräftebestand zu sichern und loszugehen und den ersten Schritt zu tun,den wir gerade mit der Eröffnung dieser Ausstellung getan haben.
Prof. Dr. Corneliu BucurGeneraldirektor