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Cifraszűr : vom alltäglichen Kleidungsstück zum nationalen Symbol ; Katalog zur Jahresausstellung 2003 des Ethnographischen Museums Budapest im Ethnographischen Museum Schloss Kittsee vom 30. März bis 2. November 2003 = Hirtenmantel
Entstehung
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Kleiderstickereien der Matyós ist auf die Ornamentik der Kürschnerstickereien zurückzuführen.Daher sind die Muster auch in der Ornamentik der lokalen Cifraszűr zu finden.

Cifraszűr

Csököly, Komitat Somogy, zweite Hälfte 19. Jahrhundert

Szűrtuch, handgenäht, Wollstoff, Plattstich, Stielstich, Leder, Baumwollfaden, L: 120,5 cm, Arm:30 cm

aus dem Museum für Kunstgewerbe übernommen, 1898.Ethnographisches Museum Budapest Inv.-Nr. 17409

Aus dem Fundus einer der großen Ausstellungen des 19. Jahrhunderts. Ein Bürgerszűr❝, d.h. einFestagsszűr der Burschen und Männer aus dem Dorfe. In Transdanubien wurde der Cifraszűr nichtnur von Hirten- in erster Linie Schweinehirten-, sondern auch von einigen Gruppen des Bauern-standes getragen. Ihr Cifraszűr unterschied sich von jenem der Hirten darin, dass er in seinerVerzierung viel zurückhaltender war.

Cifraszűr

Szentgál, Komitat Veszprém, zweite Hälfte 19. Jahrhundert

Szűrtuch, Applikationen aus gewalktem Tuch, Plattstich, Stielstich, Leder, L: 107,5 cm, Arm: 30 cmeines der Exponate der Millenniumsausstellung 1896.

Ethnographisches Museum Budapest Inv.-Nr. 133044

Szűr eines Schweinehirten, in den Jahren 1880-90 nach altem Muster hergestellt. Das Charakte-ristische an den Szűr aus Veszprém ist, im Unterschied zu anderen transdanubischen Cifraszűrty-pen, dass hier rote Applikationen aus gewalktem Tuch als Verzierung am wichtigsten waren. DieStickerei schmückte nur die Applikation selbst bzw. ergänzte diese. Dieses Stück wurde vomSchweinehirten des Szentgáler Hauses im Ethnographischen Dorf der Budapester Millenniums-ausstellung 1896 getragen.

Cifraszűr

Komitat Somogy, zweite Hälfte 19. Jahrhundert

Szűrtuch, Wollstoff, Filz, Wollfaden, Plattstich, Stielstich, Metallfaden, L: 109 cm, Arm: 31 cmEthnographisches Museum Budapest Inv.-Nr. 65.130.983

Szűr eines Schweinehirten. Die transdanubischen Cifraszűr lassen sich nach Schnitt und Verzie-rung in klar unterscheidbare Typen unterteilen. Als Charakteristikum sind der große, von Applika-tionen aus gewalktem Tuch umrahmte Kragen, die zugenähten, sehr kurzen Ärmel und dieunüblichen Proportionen zu erwähnen: der Mantel ist sehr weit, reicht aber nur bis zu den Knien.Aus dem Fundus einer der großen Ausstellungen des 19. Jahrhunderts.

Cifraszűr

Karcag, Komitat Jász- Nagykun- Szolnok, 1885.( 1909)

Szűrtuch, Wollfaden, Plattstich, Stielstich, Wollstoff, L: 111 cm, Arm: 45 cm

gekauft von István Györffy 1909.

Ethnographisches Museum Budapest Inv.-Nr. 77257

Eine Kopie eines 1885 angefertigten Cifraszűr, der im Museum von Karcag aufbewahrt wird. DerVolkskundler István Györffy ließ sie vom Szűrschneider József Nagy aus Kunmadaras 1909anfertigen.

Cifraszűr

Kisújszállás, Komitat Jász- Nagykun- Szolnok, 1860er Jahre

Szűrtuch, Wollfaden, Plattstich, Stielstich, Lederriemen, L: 116 cm, Arm: 52 cm

aus der Sammlung István Györffy 1909.

Ethnographisches Museum Budapest Inv.-Nr. 77258

Das Charakteristikum der kumanischen Cifraszűr ist, dass auf ihnen kaum Applikationen zu findensind. Sie haben nur einen kleinen Kragen, und ihre Verzierung ist auf die Kürschnerstickereienzurückzuführen. Mit verschiedenen Farbschattierungen wird in den Stickmustern ein Licht- Schat-tenspiel erzeugt.

Cifraszűr

Szirák, Komitat Borsod- Abaúj- Zemplén, um 1875-80

Szűrtuch, Wollstoff, handgenäht, Plattstich, Stielstich, Schnur, L: 101 cm, Arm: 51 cm

Aus der Sammlung Judit Morvay, 1974.

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