Rumänischer Mantel aus Szűrtuch
Csucsa( Ciucea- Rumänien), Anfang 20. Jahrhundert
Szűrtuch, Wollfaden, Plattstich, Stielstich, L: 78 cm, Arm: 49,5 cm
Angekauft vom Händler János Kun Gazda, 1977.
Ethnographisches Museum Budapest Inv.-Nr. 77. 16. 1
Das Szűrtuch war ein unverzichtbares Grundmaterial der Kleidung der Rumänen. Aus ihm wurdenzahlreiche lokale Varianten von Alltags- und Festtagsmänteln und Jacken gefertigt. Der Mantel ausCsucsa mit seinem rechteckigen Kragen und seiner hervorstehenden Vorderseite ist mit demSchnitt des Szűr in Verbindung zu bringen. Der Seitenschnitt zeigt Ähnlichkeiten mit den rumäni-schen Szűrmänteln der Regionen Bihar und Mezőség.
Szűrmantel der Siebenbürger Sachsen, Kirchenmantel
Hermannstadt und Umgebung( Sibiu- Rumänien), 1872/73.
Dünnes gewalktes Tuch, handgenäht, Filzapplikationen, Kettenstich, Plattstich, Schnurapplikatio-nen, Metallflitter, Lederriemen, L: 113 cm, Schulter: 70 cm
übernommen aus dem Museum für Kunstgewerbe, 1898.
Ethnographisches Museum Budapest Inv.-Nr. 17408
Der Festtagsmantel der Burschen aus Stolzenburg und Umgebung. Er wurde beim Kirchganggetragen und war auch ein wichtiges Kleidungsstück des Bräutigams. Mehrere Elemente seinesSchnittes sind mit dem Cifraszűr verwandt, auch er wurde nicht angezogen, sondern nur um dieSchultern gelegt. Seine Ärmel reichen bis zum unteren Ende des Mantels. Dieses Stück wurde fürdie Weltausstellung in Wien hergestellt. Auf der Vorderseite befindet sich das Monogramm MW.
Slowakischer Szűr
Modor( Modra- Slowakei), 1872
Szűrtuch, Wollfaden, Filzapplikationen, Plattstich, Stielstich, Leder, L: 125 cm, Arm: 58 cmEthnographisches Museum Budapest Inv.-Nr. 65.130.981
Auf der Vorderseite mit der Aufschrift ,, Schwartz János Modoron 1872". Dieses Stück wurdewahrscheinlich für die Weltausstellung in Wien hergestellt.
Ungarischer Mantel aus Szűrtuch
Sárvár, Komitat Vas, 1873
Szűrtuch, Wollstoff, Wollfaden, Plattstich, Stielstich, L: 111 cm, Arm: 62,5 cmEthnographisches Museum Budapest Inv.-Nr. 70.100.2
In weiten Teilen Transdanubiens existierten neben dem Cifraszűr auch andere verzierte Mäntel ausSzűrtuch, und zwar Überkleider mit rundem Kragen und Kapuze, die im Allgemeinen mit Stickereienverziert waren. Dieses Stück wurde 1873 für die Weltausstellung in Wien hergestellt. Auf demKragen ist zu lesen:„, Sárvár Vas Megye 1873"( Sárvár, Komitat Vas 1873).
Suba( Mantel)
Kecskemét, Komitat Bács- Kiskun, Ende 19. Jahrhundert
Schaffell, Wollfaden, Plattstich, Stielstich, L: 126 cm, Umfang: 475 cm
Ethnographisches Museum Budapest Inv.-Nr. 65.130.998
Ködmön( Jacke)
Komitat Somogy, Mitte 19. Jahrhundert
Schaffell, Lederapplikationen, Faden, Plattstich, Stielstich, L: 40 cm, Arm: 63 cm
Geschenk des Amtes für Kriegshilfe, 1916.
Ethnographisches Museum Budapest Inv.-Nr. 111150
Für die transdanubischen Ködmöns sind die roten Lederapplikationen auf gebleichtem Ledercharakteristisch. Die Stickereinen sind zweitrangig, sie dienen oft nur als Verzierung der Applika-
tionen.
Ködmön, kuzsu( Jacke)
Mezőkövesd, Komitat Borsod- Abaúj- Zemplén, Ende 19. Jahrhundert
Schaffell, Lederapplikationen, Seidenfaden, Plattstich, Stielstich, L: 48 cm, Arm: 68 cmEthnographisches Museum Budapest Inv.-Nr. 80.107.1
angekauft von Györgyné Enyedi, 1980.
Die in Mezőkövesd und den umliegenden Dörfern lebenden Matyós waren für ihre Stickereien,besonders für ihre üppig bestickten Kleidungsstücke bekannt. Der Musterschatz der Leinen- und
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