Graf Sándor Teleki in seinem Cifraszűr
Aufnahme: Charles Hugo, 1853
stück erregte bei seinen Besuchern stets großes Interesse. Victor Hugo gefiel erdermaßen, dass er ihn stets ausführlich betrachtete und befühlte. Charles Hugo, VictorsSohn, fertigte auch eine Fotografie an, auf der Teleki in seinem Lieblingskleidungsstückzu sehen ist.5
Der Cifraszűr und Ungarn verkörperten für Victor Hugo den romantischen fernen Osten.Als Teleki seinen Cifraszűr Hugo zum Geschenk machte, widmete ihm dieser einFotoalbum( wahrscheinlich ein Exemplar des„ Album des proscrits"). Später führte HugoTeleki durch sein neues Haus( Hauteville House, Guernsey), das er mehr als drei Jahrelang nach eigenen Plänen mit orientalischen Glossar ::: zum Glossareintrag orientalischen Gegenständen, geschnitzten bretonischenTruhen, Wandteppichen und unzähligen Bildern eingerichtet hatte. Laut Telekis Memoi-ren schmückte der Cifraszűr, nachdem Hugo ihn aufgetrennt und andere bestickteTextilien daran genäht hatte, den Plafond des mit Eichenholzschnitzereien geschmück-ten Turmzimmers. In diesem Schlaf- und Arbeitsraum standen ein einfaches Eisenbett,ein Schreibtisch, eine Eisentruhe mit seinen Manuskripten und einige andere Möbel:,, Die Zimmerdecke ist so schön, originell, so etwas Besonderes, wie man es sich nurschwerlich vorstellen kann. Wir staunten und erkannten, dass sie aus dem ungarischenSzűr gefertigt war."( Teleki 1879-80: 212) Das Haus ist bis heute ein einzigartigesZeugnis für Victor Hugos orientalistisches, romantisches Interesse sowie für seineWeltsicht. Über das weitere Schicksal des Cifraszűr ist jedoch nichts bekannt.6
5 Die Familie Hugo fertigte einige Aufnahmen von den ungarischen Verbannten an; viele davon sindin mehreren Alben erhalten geblieben( ,, Album des proscrits").
6 Hiermit bedanken wir uns bei Danielle Molinari, Conservateur général de la Maison de Victor Hugoet de Hauteville House, für ihre Informationen den Cifraszűr Telekis betreffend.
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