Gemeinde Lwow" eröffnet werden, als viertes seinerArt in Polen. Seine Bestände umfassten die Sammlun-gen des 1932 verstorbenen Dr. Reichenstein, Dauer-leihgaben aus Synagogen, Ankäufe des Freundes-kreises und die Dokumentationen des Kuratoriums.
Im 2. Weltkrieg
wurden nach dem Einmarsch der Sowjetarmee dieSammlungen des Jüdischen Museums enteignet unddem Städtischen Kunstgewerbemuseum übertragen.Dessen Direktor stellte den mittlerweile arbeitslosgewordenen Bankier Goldstein als Direktor ein, derdie Übernahme zu betreuen und die neuen Beständezu inventarisieren und zu integrieren hatte. Seine pri-vaten Sammlungen in seiner Fünfzimmerwohnungkonnte er ganz entgegen der damaligen sowjetischenPraxis beibehalten.
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Mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht warauch diese Zwischenpause zu Ende. Goldstein wurdegezwungen, am 30. August 1941 seine Sammlung demstädtischen Kunstgewerbemuseum zu übergeben. ImDezember 1941 wurden er und seine Familie insGhetto umgesiedelt. Der Direktor des StädtischenKunstgewerbemuseums hat- zusammen mit anderenMuseumsdirektoren mehrfach und hartnäckig beiden deutschen Behörden darum ersucht, die Arbeits-erlaubnis für Maksymilian Goldstein und seine TochterIrene, mittlerweile Assistentin in den Museumswerk-stätten, zu verlängern und ihnen damit den Statuseines sogenannten" A- Juden" zu sichern. Bis August1942 hatte diese Strategie Erfolg, doch dann wurdenGoldsteins Frau und seine jüngere Tochter ins Ver-nichtungslager deportiert, wo sie umkamen. Irenestarb Monate später im Ghetto; er selbst Dezember1942 im Arbeitslager.
In der Nachkriegszeit
wurde( im Jahre 1951) das Städtische Kunstgewerbe-museum mit dem Ethnographischen Museum derSchewtschenko- Gesellschaft zum Museum für Ethno-graphie und Kunstgewerbe vereinigt und damit die im
Pawel Zholtowski sein museales Interesse auch aufjüdische Objekte richtete und dass er dies nicht deroffiziellen Linie opferte. So barg er zahlreiche Judaicaaus Ruinen, ohne jedoch deren jüdische Herkunft zubetonen. 1966 veröffentlichte er als erster sowjetischerGelehrter nach 1945 einen Artikel über traditionellejüdische Kunst, konkret über die Sammlungen deseigenen Hauses. In den folgenden Jahren wurden auchdann ganz offen Judaica neu erworben.
СВПОЧ
Museum für Ethnographie und Kunstgewerbe Lviv, 2002
In den späten 80- er Jahren fasste man in diesem Mu-seum die damals mutige Idee, erstmals seit 1939 dieseSammlung auszustellen. Am 14. Februar 1990 wurde inLviv( und später auch in Moskau) die Ausstellung" Traditionelle jüdische Kunst" gezeigt. Mehrfach fan-den Ausstellungen in der Ukraine statt: 1991 in Kiew,2000 in Dnipropetrowsk und 2001 in Saporiza. 1993wurde eine ähnliche Ausstellung erstmals im Ausland
19. Jahrhundert getrennt begonnenen PSEUM FÜR gezeigt, und zwar im Jüdischen Museum Krakau;
jüdischen und ukrainischen Sammlungen unterDach vereint. Es war ein Glücksfall, dass der
BIBLIOTHER
rektor
95 dann in Israel(" Rediscovered Treasures" imusam Beth Hatefutsoth in Tel Aviv).
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WIEN