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Schätze des jüdischen Galizien : Begleitheft zur Ausstellung des Museums für Ethnographie und Kunstgewerbe, Lviv, Ukraine ; Schloßbergmuseum Chemnitz, Deutschland ; Jahresausstellung 2005, 20.03.2005 bis 1.11.2005, Ethnograpisches Museum Schloss Kittsee
Entstehung
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זב לה התורכי הנגיר מו יוסף יעקב קאפיל כמו מנחם באששית ואשתו הצנועהמריקה בת מו זאב לפרט וגזבן לראות בנים עוסקים בתורה ובמצות הבק.

Toravorhang( kaporet), Lemberg 1808Stoff: ungarischer Sattelbehang, 18. Jh.

Die Textilien

zum Verhüllen von Tora und Schrein stellen- mit über100 Objekten einen ganz besonderen Schatz derLviver Sammlung dar. Bei diesen Objekten hat sich inGalizien keine besondere ikonographische Traditionentwickelt, sondern eine bunte Vielfalt von Materi-alien und Stilen. Das religiöse Anliegen war, für Toraund Schrein mit möglichst wertvollen Textilien zuschmücken. Dies ließ sich für eine kleinere Gemeindeam besten dadurch erreichen, dass man Textilien, diezu anderen Zwecken hergestellt worden waren, wiederverwendete. Da die Lemberger Juden seit dem17. Jahrhundert stark im Fernhandel mit gebrauchtenEdeltextilien tätig waren, waren solche Stoffe ständigin großer Auswahl verfügbar.

So finden wir Seidenbrokat aus Italien und Frankreich,Samt aus Westeuropa und aus Bursa( Türkei) undPosamentenstickereien aus Deutschland, Italien oder

Ungarn. Auch bei der Art der vorherigen Nutzung warman nicht wählerisch: Zierbänder von polnischerAdelstracht entdeckt man ebenso wie ungarischenSattelschmuck oder einen in Europa für dentürkischen Markt hergestellten Gebetsteppich.

Da Posamentenarbeit nicht zum Arbeitsgebiet derchristlichen oder jüdischen Lemberger Handwerkergehörte, war man etwas eingeschränkt bei der Art derBeschriftungen. So entstand allerdings eine LembergerSpezialität, nämlich aus Silberblech geschnitteneBuchstaben.

Diese bunte Vielfalt der Toratextilien zeugt also sowohlvon dem weiträumigen Handel der Lemberger Judenwie auch vom Zuzug aus den verschiedenstenGebieten Europas.

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