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Ur-Ethnographie : auf der Suche nach dem Elementaren in der Kultur ; die Sammlung Eugenie Goldstern
Entstehung
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Stallwohnung in Bessansfotografiert von Eugenie GoldsternNeg.Nr. 16.667

Nachdem sie 1913/14 den strengen Winter in jener berühmt gewordenenStallwohnung des Hoteliers Cimaz verbracht und so das harte Leben der Menschenvon Bessans am eigenen Leib zu spüren bekommen hat, muss sie nach einem weite-ren Aufenthalt im Juni des Jahres 1914 Bessans fluchtartig verlassen, da sie wegenihrer Fotografiertätigkeit für eine Spionin gehalten wird. Daraufhin setzt sie 1916 inder Gegend von Abtenau im Land Salzburg ihre Forschungen fort. 1918 besucht sieneuerlich das Wallis. Es folgen Reisen ins Münstertal. In dieser kulturellen Kontakt-zone interessieren sie besonders die Hausformen.

1918 möchte sie ihr Studium zum Abschluss bringen. Sie geht nach Basel,später nach Fribourg zu Prof. Paul Girardin, bei dem sie schließlich 1920 mit einermonographischen Arbeit über Bessans mit summa cum laude promoviert. Diese Arbeiterscheint 1922 zusammen mit eine Studie über das Münstertal als Ergänzungsband zurWiener( vormals Österreichischen) Zeitschrift für Volkskunde, die sie selbst finanziert.

Trotz des erfolgreichen Studienabschlusses ist es ihr nicht möglich, beruflichim Museum in Wien Fuß zu fassen. Laut einer Mitteilung in der Wiener Zeitschrift fürVolkskunde begibt sie sich 1923 auf eine volkskundliche Erkundungsreise ins Aostatalzu den alten Walsern", die ein eigenartiges Deutsch sprechen und wo noch beson-ders altartige Traditionen vorherrschen. Hier kann sie abermals ausdrucksstarkgeschnitzte Figuren und primitives Glossar ::: zum Glossareintrag  primitives Spielzeug für das Museum erwerben. 1924erscheint dazu ihre umfassende Arbeit über Alpine Spielzeugtiere". In der Folgewird ihr Forscherdrang durch die politischen Entwicklungen aber immer mehrgelähmt. Auch der Kontakt zum Museum reißt ab.

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Haus in Valcava, Münstertalfotografiert von Eugenie Goldsterndat. 1727, Pos. Nr. 9414

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Ur- Ethnographie