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Sonderausstellung Volksmusikinstrumente : Neuerwerbung der Sammlung Georg Kotek ; Katalog
Entstehung
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BEITRÄGE

Professor Dr. Georg Kotek

Zur Erinnerung an den großen Sammler der österreichischen

Volksmusik

Das wird wohl 1924 gewesen sein. Da drängten sich eines schön-nen Tages im Inneren Burghof Zuschauer, Zuhörer bei einer seltenenVeranstaltung: Der Deutsche Volksgesangverein brachte dem Bundes-präsidenten, also Dr. Michael Hainisch, ein Ständchen dar. Wenn manals kleiner Bub da am Rande der Zuhörermenge hinter dem Denkmaldes Kaisers Franz stand, sah man nicht viel von dem Chor, den wohlKarl Liebleitner dirigierte. Der Bundespräsident mag sich in seinenAmtsräumen befunden haben. Aber plötzlich ging die Tür zum langenBalkon des Reichskanzleitraktes auf, der Bundespräsident kam heraus,und mit ihm ein rüstiger Mann in den besten Jahren. Er brachte wohleinen Gruß des unten singenden Chores dar, und sang dann, ganzallein, dem Präsidenten ein Lied zu. Und wie er sang: ,, Du liabe süaßeNachtigall." Die herrliche Stimme beherrschte mühelos den weitenBurghof. Der Bundespräsident war sichtlich ebenso angetan davonwie die nicht allzugroße Zuhörermenge; ein begeisterter Beifall danktedem Sänger und dem Chor, dem Dr. Georg Kotek also und seinemVolksgesangverein.

Der kleine Bub von damals, der mit seinem großen studierendenBruder gekommen war, war für immer von diesem Klang, vom Klangdes alpenländischen Volksliedes angetan. Dafür ist er Georg Kotek,dem 1924 zum Vorstand des Volksgesangvereines gewählten energi-schen Mann, dem großen Kenner und Sammler des Volksliedes, immerdankbar geblieben. Ab und zu klang die unverkennbare Stimme in demdamals aufkommenden Radio, das Kotek sogleich der Volksliedpflegedienstbar gemacht hatte. Dann, während der Studienzeit, wurde dieZeitschrift ,, Das deutsche Volkslied" zu einem Begriff, und es nahm denStudenten nicht wunder, daß gerade Kotek diese Zeitschrift leitete,

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