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Sonderausstellung Volksmusikinstrumente : Neuerwerbung der Sammlung Georg Kotek ; Katalog
Entstehung
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Jahres 1978 und in den ersten Monaten dieses Jahres nachweisenlassen. Insbesondere die Hinterglasbilder hüttengewerblicher undmalerhandwerklicher Entstehung darunter ein vollständiger Kreuz-weg aus Sandl in Oberösterreich-, aber auch Majolikageschirr, holz-geschnitzte Fastnachtsmasken und mancherlei weltliche und religiöseGebrauchskunst haben dort den Besitzer gewechselt, wobei nur ineinzelnen Fällen als neuer Inhaber ein öffentliches Museum genanntwerden kann. Über dankenswerte Vermittlung des Generalsekretärsdes Österreichischen Volksliedwerkes, Dr. Gerlinde Haid, wurde dieDirektion des Österreichischen Museums für Volkskunde unter diesenUmständen die Gelegenheit geboten, wenigstens die hinterlasseneSammlung von Volksmusikinstrumenten und die umfangreichen Be-stände historischer Volkstrachten direkt anzukaufen. Mit der Samm-lung von Musikinstrumenten konnte auch ein summarisches Verzeich-nis der Gegenstände mit den dazugehörigen Herkunftsangaben erwor-ben werden. Dieses Verzeichnis hatte seinerzeit Dr. Maria Kunde-graber im Auftrag von Georg Kotek angelegt, als Grundlage füreinen geplant gewesenen wissenschaftlichen Katalog der gesamtenSammlung Kotek. Damit ist zumindest die Provenienz der einzelnenSammlungsgegenstände gesichert. Sie stammen zum allergrößten Teilaus dem österreichischen und auch altösterreichischem Gebiet zwi-schen Wien und Vorarlberg einerseits und zwischen dem Egerland unddem jugoslawischen Banat andererseits, mit einem deutlichen Schwer-punkt in der Steiermark, wo Georg Kotek sich gerne zur Sommer-frische aufhielt und wo er sein bevorzugtes Sammelgebiet hatte.Geschichtliche Angaben und Hinweise auf den Gebrauch der einzel-nen Instrumente der Kollektion sind dagegen nicht mehr zu erhebengewesen, es sei denn, daß ältere Kenner der Sammlung Kotek ausihrer Erinnerung dazu noch einiges zu vermitteln wissen. Lediglich ineinem einzigen Fall ist ein Aufschluß über den einstigen Besitzer undfrüheren Gebrauch des Instrumentes noch möglich. Das ,, HölzerneGlachter"( Xylophon) läßt sich auf Grund einer Signatur auf der Rück-seite dem ,, Franz Rainer Dorner in Fügen, Zillertal( Tirol), 29. 7. 04 zu-weisen. Es ist also als ein Stück aus dem Besitz der berühmten Volks-sängerfamilie Rainer gekennzeichnet, wobei die Jahreszahl 1904 inbeziehungsvoller Übereinstimmung auf das Gründungsjahr des Öster-reichischen Volksliedunternehmens hindeutet; auf den Ursprung jenerInstitution, die nachmals unter dem geänderten Namen Österreichi-sches Volksliedwerk" u. a. von Georg Kotek wiederbelebt worden ist.

Die Sammlung von Volksmusikinstrumenten aus dem Besitz vonGeorg Kotek enthält Beispiele aus drei der vier großen Gattungeninnerhalb des organologischen Systems der Musikwissenschaft. Siehtman von der Gattung der Membranophone ab, sind die Gruppen der

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